JWM 2017 Pociunai

Montag, 14. August 2017

Bericht aus der Facebookseite des Swiss Junior Gliding Teams

Unser Team hat die lange Heimreise auch noch geschafft. Jetzt können wir die tolle Zeit in Litauen Revue passieren lassen. Viel Spass beim ansehen des dritten Teils der Doku über die Wetlmeisterschaft!

Wir Piloten möchten uns an dieser Stelle sehr bei allen Sponsoren sowie unseren Helfern und Team Captains bedanken, die es uns erst ermöglicht hatten solch eine schöne Zeit in Litauen zu verbringen!

Die Resultate findet Ihr auf der Soaringspot Seite: Club, Standard

Hier noch der dritte und letzte Teil des Videos von Clemens Steiger


Samstag, 12. August 15.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Endlich sind unsere Flieger wieder in der Luft. Um 14.30 Uhr wurde gestartet. Die Startfenster sind offen und bald werden sich die ersten Flieger über die Startlinie wagen.

Samstag, 12. August 10.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Heute ist der letzte FLUGTAG. So hoffen wir doch. Ausgeschrieben sind praktisch dieselben Tasks, welche schon seit drei Tagen in der Pipeline sind. Zwei AAT im Süden von Litauen über Distanzen von circa 100 bis 280 km. Die Flieger stehen im Grid. Wir vertrauen auf den Wettergott…

Freitag, 11. August 18.00 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Am Mittwoch war nochmals Flugwetter. Es wurden erstmals zwei Tasks gegen Nordosten ausgeschrieben. Ein heftiger Wind erschwerte jedoch die Aufgabe massiv. Eine Rückkehr war für die Standardklasse nicht im Bereich der Möglichkeit. So landeten den alle Standardflieger irgendwo im Feld. Die besten schafften 200 – 250 von 350 km. Bei der Clubklasse schaffte der Österreicher Paul Altrichter die Task. Die Rückholaktionen zogen sich bis tief in die Nacht hinein. Dass es bei den Landungen keine Schäden gab, spricht für das fliegerische Können der Piloten. Am Donnerstag und heute Freitag stellten wir die Flugzeuge zwar ins Grid, doch nach langem Warten gab es dann doch keine Wertungen. Wir hoffen, dass es morgen Samstag nochmals eine Wertung gibt.

Dienstag, 8. August 13.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Perfektes Flugwetter heute mit teilweise Blautermik. Alle Flieger sind in der Luft und seit 13.02 Uhr sind die Startfenster offen. Das Taktieren hat begonnen, wer als erster abfliegt. Zu bewältigen sind 305.7 km in der Clublasse sowie 355.8 km in der Standardklasse. Beide Tasks führen nach Südwesten über die polnische Grenze. Die Bodenmannschaft verfolgt die Tasks auf www.glidertracher.de oder auf www.jwgc.lt

Montag, 7. August 19.00 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Der Vollmond brachte wie erwartet das gute Wetter. Bereits gestern waren fliegbare Bedingungen, allerdings schwierige. Die Organisatoren schrieben zwei AAT aus. In der Clubklasse erreichte niemand das Ziel, so dass die Task annulliert wurde. In der Standardklasse erreichten 4 den Flugplatz, so dass Punkte vergeben wurden. Heuten nun war endlich das Wetter eingetroffen, auf das wir seit zwei Wochen gewartet hatten. Es wurden zwei Race über 250 (Club) und 284km (Standard) geflogen. Die erfreuliche Bilanz: Alle Piloten erfüllten die Aufgabe. Es war ein spannendes Rennen, bei dem unsere Jungs gut mithalten konnten. Alle konnten sich in der Gesamtrangliste nach oben bewegen. Auch morgen sollte das Wetter nochmals spannende Läufe zulassen. Ab 12 Uhr wird es wieder losgehen mit den von der Crew auf Hochglanz polierten Flugzeugen.

Samstag, 5. August 14.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Um 12.30 Uhr waren alle Flieger in der Luft. Einzelne Piloten kehrten auf den Flugplatz zurück und starteten ein zweites Mal. Unsere Schweizer Piloten kamen alle gut weg. Zurzeit ist die Standardklasse auf dem Weg zur zweiten Wende. Die Standardklasse fliegt gegen Westen und kämpft zurzeit an der Grenze zu Polen gegen den Wind. Es braucht Nerven, nicht nur in der Luft sondern auch für die Crew am Boden…

Samstag, 5. August 10.45 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Good morning. Die Flieger stehen im Grid. Start ab 11.45 Uhr. Die Meteodaten versprechen blauen Himmel mit teilweise hoher Bewölkung. Am Nachmittag ist mit Ausbreitungen zu rechnen. Allgemein herrschen immer noch starke Winde aus Südwest. Die Thermik sollte um 11 Uhr einsetzen, Basis 900 Meter, dann auf 1500 Meter ansteigend. Thermikende 16.30 Uhr. Allerdings ist der Himmel bereits jetzt so stark bedeckt, wie es Meteo für 15 Uhr voraussagt. Die Tasks sind anspruchsvoll. Clubclasse: Race 312 km über vier Wendepunkte. Standardklasse Race 340 km über vier Wendepunkte. Nachdem gestern ALLE Piloten aussen gelandet sind, hätten wir kürzere Tasks erwartet…

Freitag, 4. August 23.00 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Das Swiss Team ist mehrfach glücklich. Erstens, dass alle Schweizer die Aussenlandungen gut überstanden haben. Zweitens, dass um 22.30 Uhr alle wohlbehalten in Pociunai zurück waren. Wir waren nicht die einzigen, welche heute aussen gelandet sind. Denn von allen 72 Piloten hat niemand die Aufgabe ganz geschafft und somit ist auch niemand in Pociunai gelandet. Einzelne haben es aber fast bis ins Ziel geschafft. Allen voran Sven Sprunger, der es 252 km lang in der Luft ausgehielt und es so aufs Siegerpodest geschafft hat: 1000 Punkte. Gratulation! Auch Tizian schaffte 962 Punkte. Allerdings war seine Bergungsaktion etwas umständlicher. Dank einem Bauern und seiner dolmetschenden Tochter wurde der Flieger ohne Kratzer mit dem Traktor aus dem Feld gezogen. Wir werden uns für die Hilfe mit Schweizer Schokolade bedanken.

Freitag, 4. August 11.00 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

News from Pociunai. Rückseitenwetter mit starkem Wind. Allerdings kein Rückseitenwetter mit allzu grossen Steigwerten. Diese sind bei 1 – 2 Metern angesagt. Es sind zwei Race ausgeschrieben. Clubclass 252 km und Standard 275 km über vier Wendepunte. Start ist auf 12 Uhr angesetzt. Die Flieger stehen im Grid und die Piloten und Crew wünschen sich, dass die Flieger heute abheben. Wir sind motiviert.

Donnerstag, 3. August 22.00 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Gerne würde ich an dieser Stelle von einem spannenden Lauf berichten. Doch leider mussten wir unsere Flieger um 14.45 Uhr wieder zurück zu den Anhängern fahren. Gefolgen ist heute Nachmittag einzig Tizians Wurfgleiter. Wir schauen nach vorne und verpflichten den Wettergott für morgen.

Donnerstag, 3. August 11.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Unser Hausmetereologe Dave Brägger sagte beim heutigen Briefing, dass er froh sei, nicht im Mittelalter zu leben. Denn damals wurden die Überbringer schlechter Nachrichten geköpft. So stimmen denn auch seine Infos in Sachen Meteo für heute nur bedingt optimistisch. Dennoch stehen alle Flieger im Grid und warten zurzeit auf die Startfreigabe um 12 Uhr. Es sind zwei AAT über 103 – 250 km (Clubklasse) sowie 109 – 264 km (Standardklasse) angesagt. Es werden nur schwache Steigwerte erwartet und auch morgen sind wir leider immer noch in einer Südwestströmung, welche Regen zu uns bringt. Doch wir hoffen, dass heute nicht nur der Volleyball fliegt: Immerhin sind wir im Beachvolley mittlerweile schon fast Weltmeister…

Mittwoch, 2. August 11.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Der heutige Morgen begann einigermassen verheissungsvoll. Die Piloten waren gewillt, einen Task zu fliegen. Dave dämpfte zwar die Erwartungen bereits beim Briefing: Seine Unterlagen deuteten auf eine Gewitterfront hin. Und er sollte Recht bekommen. Die Rennleitung liess zwar beide Klassen im Grid aufstellen. Es wurden zwei AAT von 103 bis 250 km ausgeschrieben. Doch der Himmel verfinsterte schon bald und erste Blitze waren auszumachen. Um 11.45 Uhr wurde der Tag neutralisiert. Wir nutzen den Nachmittag, um unsere Unterkünfte zu reinigen und hoffen auf morgen…

Dienstag, 1. August 14.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Um 14.30 wurde der Lauf abgesagt. Zurzeit läuft das Swiss Debriefing. Vom Himmel entlädt sich ein Gewitter. Gut, dass die Natur etwas bewässert wird, damit wir heute Abend unsere Raketen steigen lassen können, ohne einen Brand zu riskieren. Viva la Svizzera.

Dienstag, 1. August 11.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Guten Morgen Switzerland. Freude herrscht im Schweizerteam, denn heute ist Nationalfeiertag und wir werden am Abend unsere Raketen starten. Doch zuvor warten die Flieger in den Grids noch auf ihren Start. Und dieser wurde soeben erneut auf 13 Uhr verschoben. Heute herrscht Blauthermik und die Meteoflieger waren schnell wieder unten. Auch die Vögel mussten mit ihren Flügeln schlagen um oben bleiben zu können. Eventuell wird die Thermik unterstützt durch Konvergenzlinien. Einfach wird es nicht heute, den AAT Task zu fliegen. Wir drücken allen Piloten die Daumen.

Hier noch der zweite Teil des Videos von Clemens Steiger


Montag, 31. Juli 11.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Simon und Tizian lotsten Sarah in der letzten Nacht durch Polen. Nach etlichen Stunden im Stau fanden sich Sarah und Sven irgendwann nach Mitternacht. Um 5 Uhr parkten sie ihren Anhänger auf dem Flugplatz in Pociūnai. Damit nahm die nächtliche Rückholaktion ein gutes Ende. Heute um 8 Uhr war der Himmel noch blau. Um 10 Uhr fand das Briefing statt. Es wurden zwei Tasks angekündigt, die dann am Ende des Briefings mit einem kurzen Satz gleich wieder gecancelt wurden… So begannen die Teams ihre Flugzeuge abzubauen und in die Hänger zu versorgen. Denn am Nachmittag sind heftige Gewitter mit Hagel angesagt. Neu ist gestern Abend Fredi zu uns ins Team gestossen. Er hat sich gestern Abend bereits am Grill bewährt, zusammen mit Gianfranco. Herzlichen Dank. Fredi wird ab jetzt der Helfer von Nico sein.

Sonntag, 30. Juli 21 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Um 19 Uhr trafen sich alle in Pociūnai gelandeten Piloten und die Crew zum Debriefing. Sven wartet noch auf seinen Rücktransport 2.5 Autostunden südlich von Pociūnai. Sarah ist unterwegs, leider steckte sie immer wieder im Stau. Alle Piloten haben heute eine sehr gute Leistung erbracht, auch Sven, der es bis zum zweite Wendepunkt geschafft hat. Auch andere Piloten sprachen davon, dass sie kritische Momente überstehen mussten. Tizian hatte einen Tiefpunkt auf 200 Metern zu überstehen und Nico hatte das Rad bereits ausgefahren, als er dann doch noch einen rettenden Schlauch erwischte. Insgesamt wurden die gesteckten Ziele umgesetzt und auch erreicht. Es war schön zu beobachten, wie sich die Piloten heute beim Meistern der schwierigen Aufgaben unterstützen. Nach dem Debriefing wurden wir kulinarisch im Schweizerzelt von den Grillmeistern Fredi und Gianfranco verwöhnt. Jetzt hoffen wir, dass es Sarah und Sven noch vor Mitternacht zurückschaffen. Morgen dürfte Zeit zum Ausschlafen sein, denn es ist schlechtes Wetter angesagt. Doch soviel haben wir bezüglich Wetter in der ersten Woche bereits gelernt: Am Morgen zum Fenster rausschauen und sich überraschen lassen. Es ist auch schon einmal ein Kaltfront beinahe unbemerkt an uns vorbeigezogen…

Sonntag, 30. Juli 15.00 Uhr

Bericht von Hildi Schönmann

Nun ist es soweit. Die aufgestaute Energie und die Erwartungen können sich im ersten Wettbewerbsflug endlich entladen. Die Stimmung unter den Piloten – im ganzen Team ist sehr gut. Alle unterstützen einander, sei es im Zelt beim Verfolgen der Flüge, am Funk, beim Meteo, beim Verfassen der Berichte auf dieser Seite, auf Facebook oder auf der Junior Gliding Seite, beim Kochen und Grillieren oder sei es auf dem Grid. So macht die Aufgabe Freude. Im Moment sind unsere Piloten richtig gut unterwegs. Mit Spannung erwarten wir sie heute Abend zurück. Yves, Rainer und Christoph in Tschechien, wir gratulieren euch ganz herzliche zu eurem 4. und 6. Rang. Weiter so. Martin in Torun, dir wünschen wir viel Erfolg heute. Rolle das Feld von hinten auf!!!

Sonntag, 30. Juli 13 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Alle Flugzeuge sind gestartet. Zuerst die Clubklasse, dann folgte die Standardklasse nach einem Unterbruch, weil der Pulk der Clubklasse tief über dem Flughafen Aufwind suchte. Ausser einem schafften alle den Anschluss an die Basis. Nico, Simon und Daniele von der Clubklasse haben die Starlinie überflogen. Die später gestarteten Standardflieger sind noch in der Warteposition, werden aber gemäss Funksprüchen in Kürze auch starten.

Sonntag, 30. Juli 10.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Die Flugzeuge stehen im Grid, nachdem sie zuvor die zuvor die Waage passierten. Am Briefing wurden die Tasks bekanntgegeben: In beiden Klassen werden Racing Tasks geflogen. Club Class 283 km, Standard Klasse 336 km nach Süden bis nach Polen. Unser Teammeteorologe Dave vervollständigte die Meteodaten am Briefing im Schweizerzelt: Heute rechnen wir mit guten thermischen Bedingungen, wobei Meteoblue für Süden eher mehr Abdeckungen vorhersagt. Die Operationshöhe dürfte knapp sein. Das heisst Abdeckungen müssen dringend umflogen werden. Wir wünschen allen Piloten einen guten Flug. See you on the Grid.

Sonntag, 30. Juli 08.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Heute war etwas früher Tagwacht. Denn bevor das Briefing um 10 Uhr beginnt werden die Flugzeuge vorbereitet, mit Wasser betankt und kontrolliert, ob das Pitot auch wirklich richtig sitzt (Tizian…). Der Himmel ist zurzeit fast wolkenlos und wir erwarten gutes Flugwetter. Weitere News nach dem Briefing.

Samstag, 29. Juli 21.40 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Rechtzeitig zur Opening Ceremony waren alle wieder auf dem Boden. Sven hatte sich zwar etwas beeilen müssen, denn nach dem letzten Wendepunkt musste er noch ein paar Hürden meistern und sich einmal aus 200 Meter wieder hocharbeiten. Die Ceremony war würdevoll. Die Organisatoren hatten keine Mühe gescheut, dem Anlass der Junior Weltmeisterschaften gerecht zu werden. Die Blasmusik der Air Force spielte beim Einzug der einzelnen Teams. Wir machten uns gut in unseren weissen Shirts und mit Hildi als Fahnenträgerin. Die Piloten waren an ihren gesponserten Milvus Hosen zu erkennen. Den Abend beendeten wir mit Grillieren und spontan hingezauberten Spaghettis. Morgen gilt es ernst: Nach den guten thermischen Bedingungen von heute sind wir verhalten optimistisch für den ersten Wertungstag.

Samstag, 29. Juli 13.40 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Fünf von sechs Fliegern in der Luft. Nico steht leider am Boden, weil sein Bus den Geist aufgegeben hat… Die anderen sind über die Startlinie hinaus und sind auf Kurs.

Samstag, 29. Juli 12 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Good morning from Pociūnai. Die morgendlichen Cirren haben sich aufgelöst. Zurzeit blauer Himmel, mässiger Wind aus Nordwest. Heute ist der letzte Trainingstag. Ausgeschrieben sind in beiden Klassen Racing Tasks über 170 – 190 km. Die Aufgabe der Clubklasse ist südlich von Pociūnai angesetzt, die Standardklasse bewegt sich im Raum nordwestlich des Flugplatzes. Alle Schweizer Flugzeuge stehen bereits im Startfeld. Grid closing 11.45. Gestartet wird ab 12 Uhr. Um 16.30 findet die Opening Ceremony statt. Alle müssen also rechtzeitig zurück sein. Aussenlandungen sind gemäss Rennleitung nicht erlaubt…

Freitag, 28. Juli 18 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Alle sind zurück, Davide auf vier Rädern. Simon und Nico flogen den ausgeschriebenen AAT. Mike ebenfalls, allerdings nach eigenen Regeln, denn er startete zu früh. Sven und Tizian, welche später gestartet waren, begnügten sich damit, die Landschaft von oben zu erkunden. Die fliegerischen Bedingungen sind nicht einfach hier: Es fehlen die Berge… Zurück im Schweizerzelt, testete Davide als erster den Swimming pool. Heute Abend ist Grillieren angesagt. Die Salate sind zubereitet, wobei sich vor allem die Bodencrew in der Küche in Szene setzte, dies, nachdem sie zuvor noch pflichtbewusst die Flügelprofile poliert und von Mücken befreit hatten…

Freitag, 28. Juli 12.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Zurzeit wird gestartet. Sven und Tizian müssen warten bis das ganze Feld weg ist, da sie sich erst noch einschreiben mussten.

Freitag, 28. Juli 10.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Good morning. Heute wurden wir wider Erwarten durch die Sonne geweckt. Die Optimisten hatten die Nase vorn. Doch unser Wetterexperte Dave dämpfte die Hoffnung am morgendlichen Briefing etwas: Es dürfte ein fliegbares Fester zwischen 12 und 16 Uhr geben, doch die Prognose ist schwierig. So hat denn auch die Rennleitung am heutigen Briefing im Hangar allzu optimistische Erwartungen heruntergeschraubt: Es ist ein kurzer Trainingsflug AAT angesagt. Am Swiss Briefing von heute Morgen haben die Piloten ihre Erfahrungen von den gestrigen Flügen ausgetauscht, und alle formulierten individuell positive Ziele für den heutige Flug. Unsere Piloten machen sich bereit und die Helfer stehen ihnen zur Seite. Die Flieger werden mit Wasser getankt, so wie übrigens der Swimmingpool vor dem Schweizerzelt auch. Die Flieger sollten um 11.45 Uhr im Grid sein. Sollten, denn einzelne Piloten müssen sich zuvor noch registrieren lassen: Die Termine werden von der Rennleitung vorgegeben und wer Pech hat, muss sich dann einschreiben, wenn die ersten Kumuli über Pociūnai stehen…

Donnerstag, 27. Juli 21 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Alle Piloten sind wohlbehalten in Pociūnai zurück. Nico und Simon erfüllten die Aufgabe: Super!. Sven kam zurück nach einer Zwischenlandung in Paluknys in der Nähe von Vilnius. Mike, Davide kamen per Rückholer zurück. Auch René kürzte den Lauf ab und kehrte vorzeitig nach Pociūnai zurück. Tizian landete 40 km von der weissrussischen Grenze entfernt in einem Weizenfeld. Nachdem er ein erstes Mal das Fahrwerk bereits ausgefahren hatte, zeigten ihm zwei Störche nochmals einen Schlauch, der ihn nochmals 500 Meter nach oben brachte. Doch Richtung Norden war es bereits zu sehr abgeschattet, dass nur noch das Weizenfeld übriglieb. Die Bergung erforderte von Sarah fahrerisches Können…

Donnerstag, 27. Juli 15 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Davide und Sven sind aussen gelandet. Gianfranco nimmt es gelassen und macht sich auf den Weg. Auch Sven ist in der Nähe von Vilnius auf einem Flugplatz gelandet. Er hat einen Schlepp organisieren können. Simon und Nico sowie Tizian und René sind weiterhin auf Kurs.

Donnerstag, 27. Juli 13.30 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Heute weckte uns die Sonne im blauen Himmel bereits am Morgen früh. René, Sven und ich nutzten die Gelegenheit für ein Morgenjogging rund um den Flugplatz von Pociunaj. Nach dem Duschen blieb nur noch wenig Zeit für ein Frühstück, denn bereits um 10 Uhr fand das Briefing im Hangar statt. Eine kurze Angelegenheit. Gut, dass uns Dave noch ein paar exaktere News in unserem Swiss Briefing nachlieferte. Heute ist Training angesagt. Ausgeschrieben ist ein Rennen über vier Wengepunkte. Um 11 Uhr waren alle Flieger im Grid. Die einheimischen Schlepppiloten mit ihren insektenartigen Wilgas brachten alle Flieger in einer Stunde in die Luft. Auch Captain René Schönmann ist mit einer geliehenen JS1 in der Luft. Mike kehrte nach kurzer Zeit nochmals auf den Flugplatz zurück und startete ein zweites Mal. Zurzeit läuft der Task. Der Boden ist noch nass vom nächtlichen Regen, was die thermischen Ablösungen in Grenzen hält. Doch alle Piloten sind auf Kurs und lösen ihre individuell gestellten Aufgaben. Ziel ist, das Material zu testen und Erfahrungen im ungekannten Fluggebiet zu sammeln. Die Bodenmannschaft verfolgt den Lauf vom Schweizerzelt aus. Um 14.30 Uhr meldete Mike eine Aussenlandung. Flughelfer Dave und Sarah machen sich auf den Weg…

Mittwoch, 26. Juli 15 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Die Kaltfront aus Polen ist verspätet bei uns eingetroffen. Um 14 Uhr setzte ein schwacher Landregen ein. So schafften es alle, ihre Flieger am Morgen noch im Trockenen zu scrutinieren, Am Nachmittag war dann das Regenprogramm angesagt. Sarah hat für uns einen Besuch bei der Firma Lak organisiert. Die Segelflugfirma versteckt sich in einem Wald, fünf Fussminuten von unserer Unterkunft entfernt. Mit Neugierde und viel Fachwissen wurde die Produktion der Lak Flugzeuge begutachtet. Erstaunlich wie viel Handarbeit in der Produktion steckt. Zurzeit geben Hildi und René am Swiss Briefing Infos weiter, welche sie am Captains Briefing erhalten haben: Flarm Identifikation, Funkfrequenzen, inaktive und aktive Lufträume, Schlepp, Turningpoints, Bestimmungen beim Hochladen der Flüge, Vorgehen bei Aussenlandungen etc. Am Abend steht wieder ein gemeinsames Nachtessen an. Nach guten Erfahrungen in den letzten zwei Tagen testen wir heute nochmals die Restaurantszene in der Umgebung von Pociunaj. Mikes Grill muss weiterhin auf seinen ersten Einsatz warten… Wie die Flugzeuge übrigens auch: Doch morgen ist definitiv Flugwetter angesagt.


Hier noch der erste Teil des Videos von Clemens Steiger

Dienstag, 25. Juli 10 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Good morning. Um 10 Uhr fand ein kurzes Team Captains Briefing statt, an welchem Hildi, René und unser Wetterfrosch Dave teilnahmen. Anschliessend informierte Hildi die Crew im Schweizerzelt über den Verlauf des heutigen Tages: Scrutinizing ist ab 12 Uhr möglich. Ein offizieller Task findet nicht statt. Individuelle Flüge sind möglich. Meteorologe Dave rechnet mit einem offenen Wetterfenster um die Mittagszeit, bevor um 15 Uhr erste Cirren als Vorboten einer Front aus Polen eintreffen werden. Am Abend wird eine Gewitterfront Pociunaj heimsuchen. Morgen ist ganztags Regen angesagt. Für Donnerstag rechnen die Meteorologen mit gutem Wetter… Die heutigen Flüge nutzen wir um unsere Funkverbindung und das Meteotool zu testen. Dave hofft Daten sammeln zu können, um die Tauglichkeit von Meteoblue zu überprüfen. Doch bevor unsere Piloten abheben können, müssen noch ein paar „Muggeputzer“ montiert werden. Auch wenn die Entwicklung des Wetters noch unsicher ist, dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Flieger auf Mücken stossen, bei 100% liegen…

Montag, 24. Juli 17 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Am Nachmittag haben die Piloten ihre Flieger ausgepackt und bereitgestellt, damit sie morgen die Eintrittsprüfung (scrutinizing) über sich ergehen lassen können. Niemand ging heute in die Luft, obwohl das Wetter im Verlauf des Nachmittags besserte. Um 17 Uhr fand das Eröffnungsbriefing statt. Hildi Schönmann begrüsste alle Piloten und die Crew. Sie unterstrich den Teamgedanken: Wir sind als Junior Nationalteam hier in Litauen und wir sind gewillt, eine gute Leistung zu erbringen: als Team, aber auch als Einzelpiloten. Geklärt wurden die Strategien, wie in den einzelnen Klassen geflogen werden soll. Wie können wir uns gegenseitig unterstützen und dennoch als Konkurrenten unterwegs sein? Davide Giovanelli informierte über die Situation der Aussenlandeplätze. Mittlerweile hat sogar das Wetter ganz aufgehellt und gibt einen guten Vorgeschmack auf gutes Flugwetter. Doch vorerst geht es jetzt noch in die Pizzeria. Buon apetito.

Montag, 24. Juli 12 Uhr

Bericht von Clemens Steiger

Das Schweizerzelt steht, umzingelt von den Tschechen, den Deutschen und Holländern. Die Antenne mit der Schweizerfahne wartet auf Funksprüche aus der Luft. Dazu fehlt noch das passende Wetter: Es ist bedeckt und es weht ein kühler Wind aus Nordost. Die Piloten und ihre Helfer machen sich bald daran, die Flieger auszupacken und zu checken. Das Material wurde auf der langen Fahrt (23 Stunden Fahrzeit!) gefordert. Heute kein offizielles Training. Individuelle Flüge sind aber möglich.

Sonntag, 23. Juli

Bericht von Hildi Schönmann

Seit gestern Abend sind alle Piloten hier in Pociunai. Wir bewohnen 2 Clubhäuser direkt am Platz. Das erste Briefing heute Morgen war kurz und bündig: Das Wetter lässt keine Aufgabe zu. Wer fliegen will, kann. Ebenso kurz fällt entsprechend mein Bericht aus. Im Moment sind alle Männer damit beschäftigt, unser Crewzelt aufzubauen – unser internes Zentrum, wo die gemeinschaftlichen Aktivitäten stattfinden werden. Anschliessend wird jeder seinen eigenen Aufgaben nachgehen: Flieger und Instrumente vorbereiten, neueste Files herunterladen, Wetter studieren, Siesta machen, … . Ich beginne nun schon mal mit der Siesta …

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