Reportagen der Veteranen

Eine Reise in die Vergangenheit

Traditioneller Herbstausflug der SegelflBugveteranen

Bei stürmischer See und strömendem Regen trafen sich Mitte September die Mitglieder der Vereinigung der Segelflugveteranen (VSV) zu ihrem traditionellen Herbstausflug. Reiseziel war die Staffelhöhe auf der Rigi.

Bild1

In Luzern bestiegen die Veteranen das Dampfschiff «Stadt Luzern». Bei der Schiffstation «Lido/Verkehrshaus» kamen auch noch Felix Kiser, Christophe Petitpierre und ein gestrandetes Mitglied der VSV an Bord. Während der Überfahrt nach Vitznau stärkten sich die Veteranen mit einem Apéro, es wurden erste Dialoge geführt und das Innenleben des Dampfschiffes rekognosziert

Bild2

Vom Regen in den Nebel

In Vitznau stiegen die Reisenden auf den Nostalgiezug der Rigi Bahn um, welcher in gemütlichem Zahnradtempo auf die Staffelhöhe kletterte, und dabei etwas mehr als 1000 Meter Höhe überwand. Leider wurde der Nebel immer dichter. Aus diesem Grunde hatte auch niemand so recht Lust, lange im Freien zu Verweilen. Das vorzügliche Mittagessen nahmen die Veteranen im Hotel/Restaurant Edelweiss auf der Staffelhöhe ein.

Rückblick

Bild3

Mit einigen Eckpunkten schilderte Manfred R. Küng den Zusammenhang zwischen der Rigi und der Segelflugszene. 1931 wurde zum ersten Mal ein Segelfluglager auf der Rigi durchgeführt. Damals in Zusammenarbeit mit dem Hotelierverein Rigi-Kulm und der Arth-Rigi-Bahn. Ein Jahr später folgte das zweite Rigi Segelfluglager, welches zugleich als erste Schweizermeisterschaft ausgeschrieben wurde. Das nationale Segelfluglager zur Erforschung der Meteo-Verhältnisse in den Voralpen fand 1935 statt. Es war gleichzeitig auch Ausscheidungslager für Piloten, welche im selben Jahr im Jungfraujoch-Lager teilnehmen wollten. In den Jahren 1953/54 wurde ein Fluglager zugunsten der Segelflugforschung und der Schweizerischen Rettungsflugwacht (heute REGA) organisiert, und 1956 führte die SG Oberaargau auf der Rigi ein Sommerlager mit ersten Gummiseilstarts durch.

Bild4

So präsentierte sich das Wetter auf der Staffelhöhe

1985 fand auf Initiative der Segelflugveteranen das «50-Jahre-Rigi» Jubiläumstreffen statt. Der Anlass war verbunden mit dem Herbstausflug der Veteranen. Seitdem werden von der Oldtimer Segelflugvereinigung (OSV) regelmässig Gummiseilstarts auf der Rigi organisiert. Auch am Wochenende nach dem Herbsttreffen der Veteranen wäre ein Treffen geplant gewesen, leider fiel es der Witterung zum Opfer.

Bild5

Kurz nach 15 Uhr brachte die Nostalgiebahn die Veteranen wieder sicher nach Vitznau hinunter. Mit dem Dampschiff «Stadt Luzern» ging die Reise wieder zurück in den Heimathafen. Eine Stunde nach der Ankunft in Luzern präsentierte sich die Rigi übrigens unter einem klarblauen Himmel!

Mutiger Schritt

Herzlichen Dank an Bruno Ruchti und Werner Locher für die gute Organisation des Herbstausfluges. Es war ein mutiger Schritt, die sonst traditionelle Schiffsreise noch durch ein weiteres Verkehrsmittel zu ergänzen, aber es hat sich gelohnt.
Die Berner Veteranen in gemütlicher Runde.

Text und Bilder Lucretia Hitz

Gemeinsamer Herbstausflug der Segel- und Motorflugveteranen

216 Veteranen mit dem Dreidecker unterwegs

Von Franz Wegmann | Fotos: Peter Thut, Donnerstag, 19. September 2013

Erstmals machten sich die Veteranen der Segelflieger und der Motorflieger gemeinsam auf ihren Herbstausflug, dieses Jahr auf einer ruhigen und gediegenen Schifffahrt auf dem Zürichsee. Sie liessen es sich auf dem modernsten Dreidecker der ZSG wohl ergehen.

 Mehr als 200 Veteranen der Motorflieger und der Segelflieger genossen in kameradschaftlicher Atmosphäre eine erholsame Zürichsee-Rundfahrt

(mehr …)

Herbst­aus­flug der Se­gel­flug-Ve­te­ra­nen

Mittwoch, 19. September 2012. Am Morgen findet zu Hause die berechtigte Diskussion „Regenschutz ja oder nein?“ statt. Meine Frau entscheidet sich für „ja“, ich für „nein“. Wer recht hat? Wir werden sehen. Am Bahnhof Basel SBB treffen wir einige regelmässige Teilnehmer aus der Region. Die Zeit für die Fahrt durch den Jura nach Biel vergeht im Flug.

An der Schiffländte erwartetet uns die MS Rousseau, ein Motorschiff, das in Linz und Innsbruck erbaut wurde und erst seit 3. April 2012 in Betrieb steht. Mit einer Länge von 48 m und einem Fassungsvermögen von 148 gedeckten Plätzen entspricht es gut unseren Bedürfnissen. Nach dem Ablegen geniessen wir eine kleine Rundfahrt im Bieler Seebecken, bevor es Richtung Aare geht. Das Regulierwehr, zugleich Schleuse am Ausfluss des Bielersees bei Port macht uns bewusst, welche grosse Veränderungen im Wasserhaushalt dieser Region im Rahmen der verschiedenen Juragewässerkorrekturen erfolgten.

Manfred Küng, Präsident der Vereinigung der Segelflug-Veteranen (VSV), kann insgesamt 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen, unter ihnen vor allem Karin und Hans Werner Grosse aus Hamburg, seit mehr als 30 Jahren Mitglieder unserer Vereinigung.

Die einzigartige Aarefahrt ab Biel nach Solothurn entpuppt sich als besonderes Erlebnis. In gemächlicher Fahrt geht es den naturnahen Ufern entlang am historischen Städtchen Büren an der Aare vorbei. Irgendwann ahnt man den Flugplatz Grenchen auf der linken Seite, ebenso die Storchensiedlung Altreu.

Hans Werner Grosse, der am 29. November seinen 90. Geburtstag feiern kann, benützt die Gelegenheit, in seiner unnachahmlich frischen Art aus seinem langen Fliegerleben zu berichten. Eindrücklich vor allem die Schilderung seines denkwürdigen Fluges vom 25. April 1972 von Lübeck nach Biarritz auf ASW 12. Eine ausgeprägte Bisenlage erlaubte es ihm, in elfeinhalb Flugstunden eine Strecke von 1460.8 km zurückzulegen. Bis heute wurde diese Leistung in Europa noch nicht übertroffen. Daneben hat er 50 Weltrekorde und einen Vize-Weltmeistertitel (1970) erflogen. Als immer noch aktiver Segelflieger benützt er heute seine ETA (30.9 m Spannweite), um mit seiner Frau zusammen noch immer weite Überlandflüge zu machen.

Bei herrlichstem Sonnenschein nähern wir uns so Solothurn, der „schönsten Barockstadt der Schweiz“. Allzu schnell hiess es, Abschied zu nehmen. Den Organisatoren der VSV gilt es, den besten Dank für den erlebnisreichen Tag auszusprechen. A propos Regenschutz: Die Optimisten bekamen recht.

Josef Allenspach

Das Ge­heim­nis von Han­gar 112

Wer weiss schon um das einzigartige Werk unseres weit bekannten Mitglieds Werner von Arx, dem Hangar 112 auf dem Euro-Airoport von Bâle-Mulhouse ? Der Artikel “Das Geheimnis von Hangar 112” erschien in der Nr 6/2011 von “Mysteries”. Die Ausgabe ist übrigens noch erhältlich und kann übers Internet direkt bestellt werden (www.mysteries-magazin.com). Werner von Arx ist eine bekannte Persönlichkeit, nicht nur unter den Schweizer Segelfliegern. Auch unser Präsident Manfred Küng hat den Hangar vor 2 Jahren gesehen und war von diesem, wie er schrieb “richtigen Fliegermuseum”, sehr beeindruckt. Weiterlesen...

Herbst­aus­flug 2011 der Se­gel­flug-Ve­te­ra­nen

Am 15. September trafen sich in Romanshorn 126 Segelflug-Veteranen zum Herbstausflug auf dem Bodensee. Nach dem Willkommenstrunk an Bord legte das Motorschiff „Thurgau“ zur Vierstundenfahrt ab. Das schöne Wetter sorgte von Anfang an für eine gute und heitere Stimmung.

Unser Präsident, Manfred Küng, begrüsste die Teilnehmer, Gäste und Frauen verstorbener Mitglieder wie immer in deutsch und französisch. Er nannte die Entschuldigungen, dankte den Sponsoren sowie dem Organisator Werner Locher, der leider infolge einer Operation am Ausflug nicht teilnehmen konnte. Die Fahrt folgte zuerst dem südlichen Ufer des Bodensees.in Richtung Kreuzlingen und Konstanz. Zwischen Konstanz und Meersburg glitt das Schiff in den Überlingersee, dessen Ufer eine reiche Abwechslung boten.

In dieser Zeit wurde das feine Mittagessen serviert, und die guten Weine regten manches Gespräch an. Zwischen den einzelnen Gängen ergab sich auch die Möglichkeit vom Oberdeck aus die schöne Landschaft zu geniessen. Von Meersburg aus folgte die Fahrt dem Nordufer bis Immenstaad und dann zurück nach Romanshorn.

Zufriedene Gesichter gaben Zeugnis von einem gut gelungenen Herbstausflug, der wiederum die Neugier auf den nächsten weckte.

Die Vereinigung der Segelflug-Veteranen pflegt und fördert die Kameradschaft und Geselligkeit im Geiste der Segelflug-Tradition und unterstützt den Junioren-Nachwuchs mit über 9000 Franken im Jahr. Jeder Segelflieger über 50, oder wer das Segelfliegerbrevet vor 30 Jahren gemacht hat, gehört dazu. Anmeldung über Internet unter www.segelflug.ch/veteranen.htm / Kontakt-Anmeldung oder direkt bei Manfred Küng, Telefon: 022 792 42 68.

Hansjörg Bopp

Be­such der Se­gel­flug­ve­te­ra­nen vom 25./26. Au­gust 2011 auf der Was­ser­kup­pe

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Vereinigung der Segelflugveteranen und „100 Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe“ entstand die Idee, aus der alljährlichen Routine auszubrechen und neben der traditionellen Schifffahrt einen Besuch auf der Wasserkuppe, ergänzt durch eine Besichtigung bei Alexander Schleicher Segelflugzeugbau in Poppenhausen, zu organisieren.

So nahmen 46 Veteraninnen und Veteranen aus der ganzen Schweiz den weiten Weg im Bus unter die Räder. Zwei weitere Teilnehmer, zur gleichen Zeit auf Deutschlandreise, kamen mit dem Privatauto. In Poppenhausen stellte uns Manfred Münch das 1927 gegründete Selelflugzeugwerk Alexander Schleicher eindrücklich vor. Jährlich werden von den 105 Mitarbeitern gegen 90 Flugzeuge produziert. Wussten Sie, dass alleine der erfolgreiche Schulungsdoppelsitzer ASK-21 inzwischen über die Nummer 888 hinausgekommen ist? Eine Reihe hervorragender Konstrukteure prägte die Entwicklung. Die Ka- und ASK-Modelle wurden von Rudolf Kaiser, die ASW-Modelle von Gerhard Waibel, die ASH-Modelle von Martin Heide und die ASG-Modelle von Michael Greiner entwickelt. Dank eigener Herstellung beinahme aller Komponenten im Werk in Poppenhausen kann eine hohe Fertigungsqualität garantiert werden. Angefangen bei der Konstruktion, dem Prototypen- und Formenbau, der Fertigung bis hin zur Qualitätssicherung kommt so alles aus einer Hand.

Unsere abendliche Ankunft auf der Wasserkuppe muss den Rhöngeist in höchstem Masse erzürnt haben. Wie anders ist zu erklären, dass auf die Minute genau ein Gewitter mit Sturm, Blitz, Donner und Hagelschlag losbrach? Ein feines Nachtessen in „Peterchens Mondfahrt“ entschädigte uns für das hektische Einchecken. Manfred Küng, der Präsident der Segelflugveteranen, konnte bereits hier Theo Rack, den Vorstands-Vorsitzenden des „Deutschen Segelflugmuseums Wasserkuppe“ begrüssen.

Die Wasserkuppe ist mit 950 m/M der höchste Berg der Rhön und Hessens. 1911 bereits nutzten hier Darmstädter Studenten die guten Verhältnisse für erste Gleitflüge. 1912 konnte Hans Gutermuth auf F.S.V.X in 110 Sekunden 840 m weit fliegen. Dies bedeutete damals Weltrekord. Zu Zeiten des Kalten Krieges war die Wasserkuppe von hoher strategischer Bedeutung als Beobachtungsposten gegen Osten. Die Radarkuppel (Radom) zeugt heute noch davon.

Der Vormittag des zweiten Tages war dem Besuch des „Deutschen Segelflugmuseums, Wasserkuppe“ gewidmet, das 2006 erneuert und erweitert worden war. Hier wird mit vielen originalen und nachgebauten Gleit- und Segelflugzeugen die Geschichte des deutschen Segelfluges dokumentiert. Die Schweiz ist hier auch vertreten durch den RRG „Falke“ HB-16, erbaut 1932/33 durch Widmer und Stirnemann, und die Göppingen GÖ3 „Minimoa“, HB-282, erbaut zwischen 1936 und 1938 von Hans Wullschleger, der manche Jahre damit flog, bevor das Flugzeug nach seinem Tod 1975 in den Besitz von Werner von Arx, Riehen, überging und 1988 zum Museum kam.

Kurz nach Mittag galt es dann aber, die Heimreise anzutreten, im Bewusstsein, zwei erkenntnis- und erlebnisreiche Tage auf der Rhön verbracht zu haben. Den Organisatoren, allen voran Manfred Küng, der auch als souveräner Reiseleiter wirkte, gilt der Dank aller Teilnehmer.

Josef Allenspach

Ge­ne­ral­ver­samm­lung der Schwei­ze­ri­schen Se­gel­flug­ve­te­ra­nen auf dem Flug­platz Hau­sen a/Albis am 31. Mai 2011

Im Rahmen der die Schweizermeisterschaft im Segelfliegen organisierenden Segelfluggruppe Knonaueramt fand die 39. Hauptversammlung der Schweizerischen Segelflugveteranen (VSV) auf dem idyllisch gelegenen Flugplatz Hausen am Albis statt. Diese Veranstaltung wird in traditioneller Weise auf einem Flugplatz abgehalten auf welchem ein Segelflugwettbewerb stattfindet. Somit wird auch der Verbundenheit zwischen der jüngeren Generation Segelflieger und den Segelflugveteranen nachgelebt.

Bedauerlicherweise musste der Wettbewerbs-Flugbetrieb wegen ungünstigen Wetterverhältnissen bereits im Verlaufe des Vormittages ausgesetzt werden. Die rund 60 angereisten Segelflugveteranen wurden durch die Organisatoren herzlich empfangen. Nach einem durch die SG Knonaueramt offerierten Apéro sass die Fliegergemeinde schon bald im grossen aufgebauten Zelt hinter dampfenden Tellern und liess sich das durch die Küchen-Crew vorbereitete ausgezeichnete Mittagessen schmecken!

Pünktlich eröffnete Präsident Manfred Kueng die 39. Generalversammlung und bedankte sich bei den Verantwortlichen der SG Knonaueramt für den herzlichen Empfang und den offerierten Apéro.

Einen speziellen Willkommensgruss entbot Manfred Kueng den Gästen:

  • Alfred Ramseyer (Präsident der Motorflug-Veteranen)
  • Gilbert Noel (Vice-président des Vétérans du vol à moteur)
  • Barbara Meyer (Präsidentin der Segelfliegerinnen)
  • Felix Kiser (Zentralsekretär AeCS)
  • Werner Brändli (Vertreter der Modellflug-Veteranen)
René Schneebeli, OK-Präsident SM 2011 und amtierender Vize-Schweizermeister Standard-Klasse, stellte die 1967 gegründete SG Knonaueramt kurz vor.
Felix Schneebeli, Präsident SG Knonaueramt, Konkurrenzleiter SM 2011 und amtierender Schweizer Meister Standard-Klasse, teilte mit dass 42 Flugzeuge an der Meisterschaft teilnehmen. Die Platzbewirtschaftung auf dem Flugplatz bedeute für die Organisatoren, Helferinnen und Helfer eine echte Herausforderung.
Anschliessend führte Manfred Kueng die Versammlung in gewohnt souveräner Manier durch die Traktandenliste und erläuterte die Geschäfte.
Ein herzlicher und kameradschaftlicher Dank geht an die Verantwortlichen der SG Knonaueramt für ihr Engagement zugunsten des Segelflugsports. Die topmotivierten, freundlichen Helferinnen und Helfer haben die Stunden für die Segelflugveteranen auf dem Flugplatz Hausen a/Albis zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.
Urs Bläsi (Text und Bilder)