Segelflug Veteranen

Echo auf unsere Vereinstätigkeit

Von Jonas Pitschen erreicht uns folgendes Schreiben, das zeigt, wie wichtig und geschätzt unsere Förderung von Jungpiloten ist:
Liebe Segelflugveteranen
Für den einmal mehr sehr grosszügigen Sponsoringbeitrag möchte ich mich bei Euch ganz herzlich bedanken! Es ist absolut keine Selbstverständlichkeit, dass wir Junioren jedes Jahr von Euch unterstützt werden. Ich hatte eine sehr abwechslungsreiche Saison. Sie begann an den Ostern mit dem Wettbewerb in Hockenheim. (mehr …)

Bruna Lanfranchi erhält den Damenförderungspreis

…. und schreibt uns dazu:

Lieber Manfred, lieber Hansjörg, lieber Vorstand und liebe Mitglieder der Segelflugveteranen

An der Segelflugkonferenz in Winterthur durfte ich den grosszügigen Förderpreis von eurem Verein entgegennehmen. Nachdem dieser Kelch im letzten Jahr ganz knapp um eine Zahl hinter dem Komma an mir vorbeigegangen ist. (mehr …)

Eine Reise in die Vergangenheit

Traditioneller Herbstausflug der SegelflBugveteranen

Bei stürmischer See und strömendem Regen trafen sich Mitte September die Mitglieder der Vereinigung der Segelflugveteranen (VSV) zu ihrem traditionellen Herbstausflug. Reiseziel war die Staffelhöhe auf der Rigi.

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In Luzern bestiegen die Veteranen das Dampfschiff «Stadt Luzern». Bei der Schiffstation «Lido/Verkehrshaus» kamen auch noch Felix Kiser, Christophe Petitpierre und ein gestrandetes Mitglied der VSV an Bord. Während der Überfahrt nach Vitznau stärkten sich die Veteranen mit einem Apéro, es wurden erste Dialoge geführt und das Innenleben des Dampfschiffes rekognosziert

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Vom Regen in den Nebel

In Vitznau stiegen die Reisenden auf den Nostalgiezug der Rigi Bahn um, welcher in gemütlichem Zahnradtempo auf die Staffelhöhe kletterte, und dabei etwas mehr als 1000 Meter Höhe überwand. Leider wurde der Nebel immer dichter. Aus diesem Grunde hatte auch niemand so recht Lust, lange im Freien zu Verweilen. Das vorzügliche Mittagessen nahmen die Veteranen im Hotel/Restaurant Edelweiss auf der Staffelhöhe ein.

Rückblick

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Mit einigen Eckpunkten schilderte Manfred R. Küng den Zusammenhang zwischen der Rigi und der Segelflugszene. 1931 wurde zum ersten Mal ein Segelfluglager auf der Rigi durchgeführt. Damals in Zusammenarbeit mit dem Hotelierverein Rigi-Kulm und der Arth-Rigi-Bahn. Ein Jahr später folgte das zweite Rigi Segelfluglager, welches zugleich als erste Schweizermeisterschaft ausgeschrieben wurde. Das nationale Segelfluglager zur Erforschung der Meteo-Verhältnisse in den Voralpen fand 1935 statt. Es war gleichzeitig auch Ausscheidungslager für Piloten, welche im selben Jahr im Jungfraujoch-Lager teilnehmen wollten. In den Jahren 1953/54 wurde ein Fluglager zugunsten der Segelflugforschung und der Schweizerischen Rettungsflugwacht (heute REGA) organisiert, und 1956 führte die SG Oberaargau auf der Rigi ein Sommerlager mit ersten Gummiseilstarts durch.

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So präsentierte sich das Wetter auf der Staffelhöhe

1985 fand auf Initiative der Segelflugveteranen das «50-Jahre-Rigi» Jubiläumstreffen statt. Der Anlass war verbunden mit dem Herbstausflug der Veteranen. Seitdem werden von der Oldtimer Segelflugvereinigung (OSV) regelmässig Gummiseilstarts auf der Rigi organisiert. Auch am Wochenende nach dem Herbsttreffen der Veteranen wäre ein Treffen geplant gewesen, leider fiel es der Witterung zum Opfer.

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Kurz nach 15 Uhr brachte die Nostalgiebahn die Veteranen wieder sicher nach Vitznau hinunter. Mit dem Dampschiff «Stadt Luzern» ging die Reise wieder zurück in den Heimathafen. Eine Stunde nach der Ankunft in Luzern präsentierte sich die Rigi übrigens unter einem klarblauen Himmel!

Mutiger Schritt

Herzlichen Dank an Bruno Ruchti und Werner Locher für die gute Organisation des Herbstausfluges. Es war ein mutiger Schritt, die sonst traditionelle Schiffsreise noch durch ein weiteres Verkehrsmittel zu ergänzen, aber es hat sich gelohnt.
Die Berner Veteranen in gemütlicher Runde.

Text und Bilder Lucretia Hitz

VSV unterstützt die Jungpiloten

Die Junioren-Weltmeisterschaft findet diese Jahr in Narromine, Australien statt. Aus der Schweiz beteiligen sich die beiden Jungpiloten Roger Frei und Mario Straub. Mit grossem Aufwand haben die zwei einen guten Teil der hohen Kosten hereingeholt. Auch der VSV hat sein Scherflein beigetragen, und dazu erreicht uns folgendes Schreiben:

Geschätzte Veteranen

Soeben haben wir die erfreuliche Nachricht erhalten, dass unsere Australienkasse mit Fr. 2‘000.- von den Veteranen gefüllt wurde. Wir möchten uns hiermit bei euch ganz herzlich für die grosszügige Unterstützung bedanken und würden uns riesig freuen, euch im nächsten Jahr über unsere Erlebnisse in Australien zu berichten.

Beste Grüsse, Mario & Roger

Segelflug-Chronik, Ergänzungen

Die Segelflug-Chronik 2013, erste Fortsetzung zum Buch “Segelflug-Chronik – Die Geschichte des Schweizer Segelflugs”, ist erschienen und kann (hier) runtergeladen werden. Kommentare und Ergänzungen sind willkommen.

Das Buch, das im Herbst 2013 herauskam, umfasst 288 Seiten und über 300 Illustrationen (Buchbeschreibung). Es ist bei den Lesern sehr gut angekommen (zu den erhaltenen Kommentaren). Es ist leicht leserlich, bringt den Segelflug auch einem breiteren Publikum näher und eignet sich auch als Geschenk für Nichtaviatiker. Wir haben noch Bücher in beiden Sprachversionen, deutsch und französisch, an Lager. Preis CHF 50.- + CHF 12.- Versandkosten. Bestellungen am besten beim Autor: kuengmr@web.de.

Gemeinsamer Herbstausflug der Segel- und Motorflugveteranen

216 Veteranen mit dem Dreidecker unterwegs

Von Franz Wegmann | Fotos: Peter Thut, Donnerstag, 19. September 2013

Erstmals machten sich die Veteranen der Segelflieger und der Motorflieger gemeinsam auf ihren Herbstausflug, dieses Jahr auf einer ruhigen und gediegenen Schifffahrt auf dem Zürichsee. Sie liessen es sich auf dem modernsten Dreidecker der ZSG wohl ergehen.

 Mehr als 200 Veteranen der Motorflieger und der Segelflieger genossen in kameradschaftlicher Atmosphäre eine erholsame Zürichsee-Rundfahrt

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Weltweit immer weniger aktive Segelflieger

Dieser Artikel von unserem Mitglied Hans Reis erschien auf NZZ E-Paper am 30. Mai 2013

Überdurchschnittliches Nachlassen des Interesses in der Schweiz

Der seit Jahren zu beobachtende starke Rückgang der Zahl aktiver Segelflieger weltweit und insbesondere in der Schweiz hat mannigfache Ursachen. Das veränderte Freizeitverhalten junger Menschen ist ein wichtiger, aber nicht der einzige Grund.

Hans Reis

Wer sich als aktiver Segelflieger auf Segelflugplätzen im In- und Ausland aufhält, beobachtet eine wachsende Zahl «ergrauter» Piloten und hört von diesem oder jenem, der altersbedingt aufgehört habe. Dabei zeigt ein Blick in die internationale und nationale Piloten-Statistik, dass die Abgänge nicht durch Jüngere kompensiert werden.

Im vom Neuseeländer John Roake zusammengestellten World Membership Report werden 41 Nationen aufgeführt. Ende 2000 waren gemäss dieser Statistik 129 390 aktive Segelflieger registriert. Ende 2011 waren es noch 111 533, was einer Abnahme von 13,8 Prozent entspricht.

Für die Schweiz ergibt sich eine Abnahme um 18 Prozent, also deutlich mehr als beim Durchschnitt der 41 Staaten. Noch akzentuierter präsentiert sich hier die Situation, wenn man die Entwicklung ab 1996 (bis 2011) vergleicht, ausgehend von der Statistik des Aeroclubs der Schweiz (AeCS). Diese weicht von jener Roakes leicht ab und zeigt vor allem in den letzten Jahren einen noch stärkeren Rückgang.

Verändertes Freizeitverhalten

Danach waren Ende 2011 nur noch 2324 brevetierte Segelflugpiloten registriert, was einer Abnahme um rund 1000 Piloten oder 30 Prozent in fünfzehn Jahren entspricht. Parallel dazu ging auch die Zahl der immatrikulierten Segelflugzeuge von 1080 auf 794 zurück (-286) und wurde nur zu einem kleinen Teil durch eine Zunahme der Motorsegler ( 52) kompensiert. Über die Gründe dieses Rückgangs gibt es weder bei der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), dem Welt-Luftsportverband mit Sitz in Lausanne, noch beim AeCS repräsentative Befragungen. Man ist also auf Beobachtungen und Aussagen langjähriger Kenner der Szene angewiesen. Ein häufig genannter Grund für diese Entwicklung – gerade in westlichen Industrieländern – ist das gesellschaftlich bedingte veränderte Freizeitverhalten junger Menschen. Dabei dürfte es die abnehmende Bereitschaft sein, sich an einem Flugtag auch als Helfer in mannigfacher Weise zu betätigen. Man möchte vielmehr auf den Flugplatz kommen, «Fun» haben und gleichentags noch weiteren Aktivitäten nachgehen.

Zweifellos spielt auch das vielfältigere Freizeitangebot eine Rolle. Oft wurde hierzulande die Konkurrenz durch das Gleitschirmfliegen genannt, ist diese Sportart dank der zahlreichen Berge doch recht populär. Das mag in den etwas weiter zurückliegenden Jahren, als diese Sportart einen wahren Boom erlebte, ein Grund gewesen sein. Beobachter sind aber überzeugt, dass das heute weniger zutrifft.

Ein weiterer Grund für die hiesige Entwicklung ist die Ablösung der Fliegerischen Vorschulung (FVS) durch die Fliegerische Abklärung Sphair in der Verantwortung der Luftwaffe vor rund zehn Jahren. Bis zu jenem Zeitpunkt erhielten in der FVS jährlich mehrere hundert junge Frauen und Männer auf Motor- oder Segelflug eine Basisausbildung. Viele Absolventen der Segelflugkurse blieben dem Segelflug treu, auch wenn sich der Traum vom Beruf im Cockpit nicht erfüllte. Mit Sphair wurde die Segelflugausbildung aufgegeben; die Talentabklärung wird mithilfe von Computerprogrammen und eines Flugprogramms mit Motorflugzeugen vorgenommen. Damit ist für den Segelflug ein wichtiges Reservoir für die Nachwuchsgewinnung verloren gegangen.

Für die Schweiz werden zudem unisono die gestiegenen Anforderungen für den Erwerb der Segelfluglizenz, die damit verbundenen Mehrkosten und der zeitliche Mehraufwand genannt. Dazu kommen die zunehmenden Regulierungen und Einschränkungen. Böse Zungen sprechen von einem «Pilotenfernhalteprogramm». Erwähnt werden etwa die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) mit der neuen Gebührenverordnung von 2008 vorgeschriebene jährliche statt zweijährliche Prüfung der Segelflugzeuge, welche von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (Easa) verlangt wird – verbunden mit höheren Kosten. Auch die Tatsache, dass sich Segelflugpiloten ab 60 Jahren neu regelmässig vom Fliegerarzt beurteilen lassen müssen, hat nach der Einführung 2008 den Rückgang der Pilotenzahl vermutlich beschleunigt.

Verknappung des Luftraums

Bei den Einschränkungen wird auf den für Segelflieger immer knapper werdenden Luftraum hingewiesen. Nebst einzelnen lokalen Gebieten, welche für den Segelflug nur noch eingeschränkt benützbar sind, ist in der Schweiz die Tendenz besonders kritisch, für alle Anflüge nach Instrumentenflugregeln kontrollierte Lufträume zu schaffen. Mit Besorgnis blicken die Segelflieger deshalb auf die Entwicklung der An- und Abflugverfahren in Zürich und Bern.

Internationale und nationale Gremien wie der Segelflugverband der Schweiz (SFVS) als Dachorganisation oder die lokalen Segelfluggruppen haben diese Entwicklung schon in den 1990er Jahren erkannt. Entsprechend lassen sich auf den drei Ebenen Massnahmen erkennen: International hat die European Gliding Union (EGU) auf Antrag der Briten und der Nordländer eine Kommission beschlossen, um Möglichkeiten einer verbesserten Nachwuchsgewinnung zu erarbeiten. Auf nationaler Ebene ist vor allem das Jugendlager des AeCS zu nennen, welches bereits 30-mal durchgeführt und von rund 4400 Jugendlichen besucht wurde. Weiter die Breitenförderungskurse des SFVS, die Gratisabgabe von Theorieunterlagen des SFVS im Internet (www.segelflug.ch), dazu die spezielle personelle und finanzielle Unterstützung der Junioren. Bei den Gruppen und Schulen sind es die verschiedensten Anlässe wie Schnuppertage, Firmenevents, «Fliegerchilbis», Tage der offenen Tür und vieles mehr.