Segelflug als Sport für die Swiss Olympic

Streckenflugausweis

Der deutsche Zoll hat gegen Schweizer Piloten, beziehungsweise Segelflugzeughalter steuerstrafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Im Rahmen von Streckenflügen sind in der Vergangenheit Schweizer Segelflugzeuge auf grenznahen deutschen Flugplätzen gelandet. Der deutsche Zoll will nun wissen, ob die auf diese Flügen angewandte Praxis widerrechtlich war und hat die Schweizer Zollbehörden um Amtshilfe geben. Der Segelflugverband der Schweiz hat sich der Angelegenheit angenommen und bietet den betroffenen Flugzeughaltern und Piloten rechtliche und formale Unterstützung an.

Bei Einhaltung des korrekten Prozederes ist bei Landungen im Ausland nichts zu befürchten. Benötigt wird ein Streckenflug-Ausweis. Damit darf der Pilot aufgrund zwischenstaatlicher Vereinbarungen ausserhalb eines Zollflugplatzes landen. Piloten wird empfohlen, sich nach der Landung beim nächsten Polizeiposten zu melden und den Streckenflug-Ausweis sowie die persönlichen Ausweis- und die Bordpapiere vorlegen. Die Polizeiorgane kontrollieren die vorgelegten Unterlagen und bestätigen die Landung im Streckenflug-Ausweis. Sie prüfen, ob ausser persönlichen Gebrauchsgegenständen und Reiseproviant noch andere Waren mitgeführt werden. In diesem Fall benachrichtigen sie die nächste Zollstelle. Für die Wiederausreise bestätigt die Ausreise-Zollstelle die Zollveranlagung im Streckenflug-Ausweis. Sie stellt die blaue Kopie des Streckenflug-Ausweises dem BAZL zu.

  • Vorschriften zu Streckenflugausweis (Rückseite)
  • Streckenflugausweis
  • Bestellschein für Streckenflugausweiseformular
  • Segelkunstflug Training an der Winde

    Einladung zum Kunstflugtraining der besonderen Art

    Ein intensives Kunstflugtraining ist zeitaufwändig und vor allem teuer. Steigende Preise für Flugbenzin und explodierende Schleppflugzeug-Wartungskosten in EASA-Zeiten zwingen die aktiven Kunstflieger sich Alternativen einfallen zu lassen. Mit der Einführung der leichten Kunststoffseile im Windenstart waren Seillängen weit länger als bisher gewohnt denkbar. Vor allem in den neuen Bundesländern Deutschlands, existieren noch grosse, ehemalige Militärflugplätze, die ein Auslegen solcher Seillängen möglich machen.

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    Der auf dem Flugplatz Rothenburg-Görlitz beheimatete Luftsportverein Rothenburg sah seine Chance den Flugbetrieb auf dem gering frequentierten Platz aufzuwerten und nutzte sie.

    Oppositeanflug

    2010 fanden dort die ersten Erprobungswindenstarts mit einem fast 3 km langem Kunststoffseil statt, bei denen Höhen von über 1200 m erreicht wurden. Inzwischen sind diese Höhenschlepps ein fester Bestandteil des jährlichen Angebots der Segelfluggruppe an Gastpiloten. Sehr schnell nahmen vor allem die Kunstflieger dieses Angebot an, ungeschlagen preiswert (zw. 15-20 Euro/W-Start) eine für das Training sinnvolle Ausgangshöhe zu erreichen. Regelmässig trifft man die Sportler seitdem auf dem ehemaligen Militärflugplatz beim Training, sogar Kunstflugwettbewerbe aus der Winde wurden schon organisiert.

    Die SAGA-Piloten Jochen Reuter und Marius Fink planen für 2014 ein Kunstflugtraining, bei dem die Ausgangshöhe im Windenstart erreicht wird. Dieser Flugplatz bietet perfekte Bedingungen, um im Windenstart die notwendigen Ausklinkhöhen von über 1000m GND zu erlangen.

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    Im Sommer 2013 nutzen erstmals die Nationalmannschaftsmitglieder Stefan Knecht und Jochen Reuter mit ihrem Swift, der extra mit einer Schwerpunktkupplung ausgerüstet wurde das umfangreiche Angebot. Günstige Unterkünfte in der nahen Umgebung, ein Flugplatzrestaurant, Campingplatz am Flugplatz, sehr günstige Flugzeug-Unterstellmöglichkeiten in einem riesigem Hangar und das umfangreiche Serviceangebot der Fliegerkameraden liessen ein so angenehmes, intensives und ungestörtes Training zu, dass auch im nächsten Jahr eine solche Exkursion geplant ist.

    Die SAGA lädt interessierte Piloten ein, sich diesem Training anzuschliessen. Es sind Piloten aller Leistungsklassen angesprochen, die Ihre Fähigkeiten verfeinern wollen und an einer Weiterbildung interessiert sind. Eine Grundschulung findet nicht statt!

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    Als Trainer fungieren Jochen Reuter und Marius Fink, beide sehr erfahrene Wettbewerbspiloten, die die Feinheiten und „Tricks“ beherrschen und weitergeben können. Junioren dürfen mit einem Zuschuss des SFVS rechnen!

    Voraussetzungen zur Teilnahme:

    Kunstflug- und Windenstartberechtigung mit jeweils entsprechendem Übungsstand und ein geeignetes Flugzeug.

    Trainingsinhalte nach persönlichem Gusto und individueller Absprache:

    • Figurentraining
    • Programmtraining
    • Training der Bek. Pflichten 2014 (Espoir, Advanced, Unlimited)
    • Entwurf und Entwicklung einer Wettbewerbskür
    • Ablegen von Leistungsabzeichen (Bronze oder Silber)
    • Flugtheorie und Regelkunde (Umfang je nach Wetter)
    Zeitraum: Anreise 19.04.2014
    Abreise 26.04.2014
    Flugbetrieb vom 20. – 25.04.2014
    Ort: Flugplatz Rothenburg-Görlitz, Oberlausitz, Deutschland
    Verein: Rothenburger Luftsportverein e.V.
    Swiss Aerobatic Gliding Association
    Weitere Informationen und Anmeldung direkt per Email bei Jochen Reuter: jochen.reuter(at)hispeed.ch

    Eine Anmeldung sollte bis spätestens Ende Januar 2014 erfolgen, das Teilnehmer-Kontingent ist begrenzt.

    Einen kleinen Einblick wie so ein Windenstart abläuft zeigt dieses Video.

    Für den Swift sind die erreichten 1000m Startüberhöhung ein sehr guter Wert. Mit B4, 21gi, DG-500 oder DG-1000 dürfte noch deutlich mehr drin sein.

    Die zwölf Bau­stei­ne von Swiss Olym­pic

    Die zwölf Bau­stei­ne struk­tu­rie­ren die In­for­ma­tio­nen, wel­che in der Se­gel­flug­sze­ne vor­han­den sind. Die Ein­tei­lung ist die vor­ge­ge­be­ne Struk­tur von Swiss Olym­pic, wel­che es er­mög­licht die Zu­sam­men­ar­beit in Sport­be­lan­gen ein­fa­cher zu ko­or­di­nie­ren. Als Ne­ben­ef­fekt ent­steht eine In­for­ma­ti­ons­platt­form, die viele Fra­gen um den Se­gel­flug­sport be­ant­wor­tet.

    1. Um­feld
    2. Spit­zen­sport und Schu­le
    3. Ta­lent­sich­tung
    4. Trai­ner Aus- und Fort­bil­dung
    5. Kar­rie­re­pla­nung
    6. Sport­me­di­zin / Psy­cho­lo­gie
    7. Re­gio­na­li­sie­rung / Trainer­zu­tei­lung
    8. Na­tio­nal­mann­schaft
    9. Wett­kampf­sys­te­me
    10. Trai­nings­ab­läu­fe / Theo­rie
    11. Wis­sen­schaft und For­schung
    12. För­de­rungs­mass­nah­men

    3 Ta­lent­sich­tung

    Die Ta­lent­sich­tung fin­det in ers­ter Linie in den Se­gel­flug­grup­pen statt. Ein wei­te­res Ge­fäss für eine sys­te­ma­ti­sche Er­ken­nung von Ta­len­ten sind die Brei­ten­för­de­rungs­kur­se des SFVS. Auch die Ju­nio­ren Na­tio­nal­mann­schaft dient der Er­ken­nung und För­de­rung von jun­gen Ta­len­ten.

    Brei­ten­för­de­rungs­kur­se

    Ju­nio­ren Na­tio­nal­mann­schaft

    4 Trai­ner Aus- und Fort­bil­dung / Trai­ner­funk­ti­on

    Die Ausbildung baut auf der Segelfluglehrerausbildung auf und spricht Segelfluglehrer an, die im Leistungssport aktiv sind oder werden wollen. Die Ausbildung hat das Ziel eine Gruppe von Trainern zu bilden, die einen gemeinsamen Trainingsstandart vertritt und diesen strukturiert abgeben kann. Die Ausbildung hat klare zeitliche Grenzen. Die vorhandene Erfahrung ist die Basis der Trainerarbeit und wird durch ganz spezifisches Wissen aus der Trainingslehre ergänzt.

    Trainerfunktion:

    • Den Segelflug für junge Piloten atraktiver gestalten.
    • Anreize schaffen
    • Den Segelflugnachwuchs im Bereich Strecken- und Wettbewerbsflug gezielt förden
    • Acht der Trainer sind regional tätig
    • Ein Trainer ist verantwortlich für die Junioren Nationalmannschaft

    Segelflugtrainer

    5 Kar­rie­re­pla­nung

    Bei einer Segelfluggruppe oder -schule wird eine Grundausbildung durchlaufen. Nach dieser Phase kann sich der Pilot in verschiedenen Disziplinen wie Strecken-, Wettkampf-, Kunst- und Instrumentenflug fortbilden. Ferner besteht die Möglichkeit Kaderkurse zu besuchen, um die Lizenz als Segelfluglehrer zu erhalten.

    Förderungskonzept

    6 Sport­me­di­zin / Psy­cho­lo­gie

    Hier fin­den sich Fach­vor­trä­ge und In­for­ma­tio­nen sowie eine Ver­lin­kung zum Ver­trau­ens­arzt.

    Vor­ga­ben des Ge­setz­ge­bers

    Swiss Olym­pic Me­di­cal Cen­ter

    Vor­trä­ge:

    Men­ta­les Se­gel­flug-Trai­ning

    7 Re­gio­na­li­sie­rung / Trainer­zu­tei­lung

    Die Trai­ner ver­ste­hen sich in ers­ter Linie als Ver­mitt­ler von In­for­ma­tio­nen. Die Se­gel­flug­grup­pen wer­den in ihren Aus- und Wei­ter­bil­dungs­be­mü­hun­gen un­ter­stützt.

    Se­gel­flug­schu­len in der Schweiz

    Aus­bil­dungs­re­gio­nen

    Trai­ner des SFVS

    • Re­gi­on 1: Di­dier Küt­tel
    • Re­gi­on 2: Va­kant
    • Re­gi­on 3: Marc In­äb­nit
    • Re­gi­on 4: Tho­mas Frey
    • Re­gi­on 5: Da­ni­el Mül­ler
    • Re­gi­on 6: Ueli Mess­ner
    • Re­gi­on 7: Guido Hal­ter
    • Re­gi­on 8: va­kant
    • JNM: Kurt Ue­ber­sax

    8 Na­tio­nal­mann­schaft

    Der SFVS un­ter­hält und un­ter­stützt eine Na­tio­nal­mann­schaft (SNM) und die Ju­nio­ren Na­tio­nal­mann­schaft (JNM). Eben­so haben sich die Se­gel­flug Kunst­flug Pi­lo­ten in einem Na­tio­nal­team or­ga­ni­siert.

    Ka­der­struk­tur im Se­gel­flug­ver­band

    Se­gel­flug Na­tio­nal­mann­schaft

    • http://​​se­gel­flug.​ch/​na­tio­nal­mann­schaft.​htm

    Ju­nio­ren­na­tio­nal­mann­schaft

    Ka­der­qua­li­fi­ka­ti­on

    Se­lek­ti­ons­richt­li­ni­en für EM und WM

    SNM Punk­te­lis­te

    IGC-Ran­king

    9 Wett­kampf­sys­te­me

    Als na­tio­na­le, zen­tra­le Wett­be­wer­be wer­den Re­gio­nal-Meis­ter­schaf­ten (RM) und Schwei­zer-Meis­ter­schaf­ten (SM), (JSM), auf in­ter­na­tio­na­ler Ebene die Eu­ro­pa Meis­ter­schaft (EM) und die Welt­meis­ter­schaft (WM) aus­ge­tra­gen.

    Als be­deu­ten­de de­zen­tra­le Wett­be­wer­be ken­nen wir den NSFW und den OLC. Diese Wett­be­wer­be lau­fen On­line, dau­ern in der Regel ein Jahr und er­mög­li­chen einen um­fas­sen­den Leis­tungs­ver­gleich unter den Teil­neh­mern.

    Wett­kampf­sys­te­me

    Zen­tra­le Wett­be­wer­be Na­tio­nal

    Zen­tra­le Wett­be­wer­be In­ter­na­tio­nal

    De­zen­tra­le Wett­be­wer­be

    10 Trai­nings­ab­läu­fe / Theo­rie

    Die Trai­nigs­pro­gram­me er­mög­li­chen einen struk­tu­rier­ten Trai­nings­auf­bau.

    Grund­aus­bil­dung in den Se­gel­flug­schu­len

    Rah­men­trai­nings­plan Phy­sis

    Rah­men­trai­nings­plan Tak­tik Tech­nik

    Emp­feh­lun­gen:

    Theo­rie: