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Segelkunstflug WM Torun

Samstag, 2. August

Schlussbericht

Das Missgeschick von gestern Freitag, kostete Manfred fünf Ränge. Aber mehr als einen Platz unter den ersten Zehn hatte er sich eigentlich nicht erhofft.

Der Fox ist verpackt, unser Gepäck auch und morgen um 8.00 Uhr wollen wir uns auf den Heimweg machen. Heute Nachmittag war die Rangverkündung, wieder wie gehabt, im Artushof in der Altstadt. Nach endlosen Reden in Polnisch von allen möglichen Honoratioren konnte Philippe Küchler endlich mit der Siegehrung beginnen. Gewonnen haben, wie immer in den letzten Jahren, die Nationen welche mehr oder weniger unbegrenzt trainieren können; namentlich Franzosen und Polen. Weil wir unser Training aus eigener Tasche finanzieren müssen, können wir da nicht mithalten.

Grossen Respekt habe ich vor dem Sportsgeist der Polen: Obwohl sie mit Katarzina Zmudzinska eine sichere Weltmeisterin in Aussicht hatten, stimmten sie dem Vorschlag zu, die ersten 50% der Advanced nochmals fliegen zu lassen. Wie nicht anders zu erwarten, konnte Katarzina dem Druck nicht standhalten und verlor ihren Titel an den Franzosen Romain Vienne.

Für uns reichte es wenigstens zu einem FAI-Diplom für den fünften Rang in der Teamwertung. Zumindest die Italiener konnten wir noch schlagen.

Am Abend gab es dann das Abschiedsessen in einem alten Fort am Stadtrand, das mit einem hübschen Feuerwerk abgeschlossen wurde.

Bericht: Manfred Echter

Herzlichen Glückwunsch zum fünften Rang in der Teamwertung. Insgesamt waren in der Kategorie Advanced immerhin 12 Nationen am Start. (lh)

Anmerkung Admin: Du findest alle Artikel der Vortage im Mitglieder Blog.

Segelkunstflug WM Torun

Freitag, 01. August

Heute haben sich die Schweizer zur Feier des Tages gegenseitig ein Bein gestellt. Aber der Reihe nach… Heute Morgen beim Briefing machten die Ungarn den Vorschlag, doch von beiden Kategorien nur die vorderen 50% der Rangliste fliegen zu lassen, damit in der verbleibenden Zeit in beiden Meisterschaften je vier Programme absolviert werden könnten.

Nur leider lässt das Reglement solche gekürzten Durchgänge nicht zu. Mit einer Zweidrittel-Mehrheit der teilnehmenden Teams können aber Regeln temporär geändert werden. Also gab es eine Abstimmung und die Advanced stimmte dem Vorschlag zu.

Nachdem die Unlimited gegen 15.00 Uhr mit ihrem Programm Nr. 3 fertig war, begannen die führenden 50% der Advanced mit ihrer Free Unknown. Leider gab es dann ein technisches Problem mit dem polnischen Swift und die Internationale Jury war aufgefordert, über das weitere Procedere zu entscheiden.

Inzwischen war aber Manfred bereits gestartet und als er in die Box einfliegen wollte, schickte ihn unser Schweizer Hauptschiedsrichter, Philippe Küchler, für über zehn Minuten ins Holding. Philippe wollte erst den Jury-Entscheid abwarten, bevor er Manfred sein Programm fliegen liess. Dieser war aber inzwischen schon ziemlich weichgekocht und als er endlich in die Box einfliegen durfte, war die Konzentration im Eimer. Manfred flog weit unter seinem Niveau und rutschte einige Ränge nach hinten. Wie das Klassement schliesslich aussehen wird, ist noch offen, weil die Wertungen nicht vor morgen Vormittag komplett sein werden.

Bericht: Manfred Echter

Segelkunstflug WM Torun

Donnerstag, 31.Juli

Heute sollte die Unlimited ihre unbekannte Pflicht fliegen, aber das Wetter wollte mal wieder nicht. Nach dem Briefing um 12.00 Uhr wurde der Start aufgebaut, aber bereits der Warmup-Flug auch „Vorpurzler“ genannt, machte klar, dass die Wolkenuntergrenze zu tief war. Es folgten noch vier weitere Anläufe, bis am Abend ab etwa 18.30 Uhr endlich einige Starts gemacht werden konnten.

Bild 1

Finnisch- Schweizerische Wohngemeinschaft

Für uns schwinden so die Chancen auf einen weiteren Wertungsflug. Um eine gültige Meisterschaft zu haben, müssen pro Kategorie mindestens drei Programme geflogen werden und die Unlimited hat jetzt natürlich Vorrang, solange bei ihnen das dritte Programm noch nicht abgeschlossen ist.

Sollten wir wirklich noch fliegen, wären wir recht spät an der Reihe. Christoph mit Startnummer 17, Manfred mit der 23 und Martin als Vorletzter mit der 35.

Wir wünschen allen einen schönen 1. August!

Bericht: Manfred Echter

Bild 2

Christoph vor der „high speed Unbekannten“

Trotzdem etwas Humor: Fred Kormann, unser langjähriger Kunstflugexperte und Punktrichter kommentierte die guten Leistungen von Teamsenior Manfred Echter wie folgt: „Bei Manfred ist es wie mit dem Wein, er wird mit zunehmendem Alter immer besser.“ (lh)

Soeben erreicht uns von Manfred Echter noch folgende Meldung: ,br> Unser Wertung ist inzwischen komplett und bis morgen wird sie wohl auch offiziell sein. Wir haben eine gültige Meisterschaft, aber wir würden natürlich gern nochmal antreten.

Segelkunstflug WM Torun

Mittwoch, 30.Juli

Letzte Nacht tobte sich ein starkes Gewitter über dem Flugplatz aus und einige Camper wurden durch herabfallende Äste beschädigt. Personenschäden gab es glücklicherweise keine. Beim Briefing gab es eine Debatte über das richtige Windmessverfahren. Die anschliessende Abstimmung unter den Mannschaftsführern ergab eine Zweidrittel -Mehrheit für die Erhöhung der Gegenwindlimite auf 12 m/s, was vom Reglement her zulässig ist.

Kurz nach 9.00 Uhr begannen wir von der Advanced mit der ersten unbekannten Pflicht. Wie erwartet, zeigte sich rasch, wer von den Pilotinnen und Piloten die nötige Erfahrung mitbrachte, um die zum Teil doch recht anspruchsvollen Figuren korrekt zu fliegen. Christoph war als erster Schweizer dran und verlor leider bei der vorletzten Figur den Faden. Er konnte die letzte Figur zwar noch wertbar fliegen, aber weil er sich erst wieder positionieren musste, sammelte er doch einen Sack voller Strafpunkte. Manfred als Zweiter, konnte seinen Erfahrungsschatz rechtzeitig aktivieren und erflog sich den fünften Tagesrang. Martin stellte sich auch nicht ungeschickt an und landete auf Rang 11. Insgesamt ein durchaus respektables Ergebnis! Alle Platzierungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig, da noch nicht alle 36 Teilnehmer ins Auswertesystem eingelesen sind. Um etwa 17.00 Uhr begann die Unlimited mit ihrer ersten Unbekannten. Da heute aber kaum alle Piloten der Unlimited ihr Programm absolvieren werden, müssen wir mit unserer „Free Unknown“ wohl bis morgen Mittag warten. Bei der Free Unknown werden von der Jury sieben Figuren vorgegeben, aus denen sich jeder Pilot sein eigenes Programm zusammenstellen muss. Jeder muss zu einem festgelegten Zeitpunkt sein Programm vorlegen, das dann exakt so zu fliegen ist, ohne es vorher jemals geübt zu haben. Wir drei haben uns selbstverständlich gemeinsam ein Programm ausgearbeitet, von dem wir glauben, dass es unserem Flugstil am besten entspricht.

Bericht: Manfred Echter

Herzlichen Glückwunsch, auch wenn die Rangliste noch nicht vollständig sein sollte. In der Teamwertung liegt das Schweizer Team gemäss momentanen Angaben auf dem guten fünften Rang. Auch das ist höchst erfreulich. (lh)

Segelkunstflug WM Torun

Dienstag, 29. Juli

Heute machte uns der Wind wieder mal Schwierigkeiten. Die Frau Meteo meinte zwar es würde nicht so schlimm, aber 32 Grad konnte sie uns schon mal anbieten… Als aber die Unlimited mit den Kürprogrammen anfangen sollte, war der Wind schon über dem Limit. So etwa um 10.20 Uhr war dann der erste Start.

Wir checkten unsere Startnummern: Christoph 6, Manfred 13 und Martin 21. Also gingen wir erst Einkaufen und dann zum Essen in die Stadt. Als wir um 14.00 Uhr wieder an den Flugplatz kamen, war wieder einmal Pause infolge Windstärke. Beim nächsten Versuch einer Windmessung erwischte der Ballon prompt einen Thermikschlauch und zischte nach oben ab. Die nächste Messung erfolgte dann mit der Extra mit GPS. Danach war wieder alles im Lot und es ging weiter. Inzwischen waren aber die Punktrichter in ihrer Sandkuhle am Flugplatzrand, auch „the beach“ genannt, so ziemlich gar gekocht und die Konkurrenzleitung beschloss, die Advanced für heute zu neutralisieren. Morgen früh sehen wir also weiter.

Bericht: Manfred Echter

Wir wünschen dem CH-Team viel Glück, eine Windflaute und den Punktrichtern ausreichend Sitzleder! (lh)

Segelkunstflug WM Torun

Montag, 28.Juli

Heute waren wir mit der Kür dran.

Die Kür stellt sich jeder nach seinem Geschmack zusammen, wobei aber bestimmte Vorgaben einzuhalten sind. Jeder sollte das Programm ausgiebig geübt haben.

Dieses Jahr gab es einige Überraschungen. Zum ersten Mal dürfte eine Pilotin die Goldmedaille gewonnen haben. Die junge Polin, Katarzina Zmudzinska, flog ein exzellentes Programm und liegt jetzt sowohl in der Kür als auch in der Gesamtwertung vorn. Es wäre toll, wenn wir dieses Jahr eine Weltmeisterin im Segelkunstflug feiern könnten!

Bei uns gab es auch einen Kracher: Christian Meier schlug als WM-Neuling die „alten Schlachtrösser“ Martin Götz und Manfred Echter und belegte den neunten Rang in der Kür. Super!

Morgen haben wir erst mal Pause, weil jetzt die Unlimited mit ihren Kürprogrammen dran ist. Danach kommt die erste Unbekannte Pflicht. Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Die erste Unbekannte enthält einige richtige Knacknüsse und nur wer die nötige Erfahrung mitbringt, kann da auf eine gute Platzierung hoffen. Alle Ergebnisse wie immer auf www.civa-results.com

Bericht: Manfred Echter

Segelkunstflug WM Torun

Sonntag, 27. Juli

Über den gestrigen Samstag brauche ich nicht viele Worte zu verlieren: Ausser Spesen nix gewesen! Nach fast fünf Stunden im Bus kamen wir endlich in Gdynia an. Dort schauten wir uns die Rennen von etwa fünf Teilnehmern des Red Bull Race an, dann hatten wir schon alles gesehen. Danach drei Stunden Rückfahrt. Schade, in Torun hätte man den ganzen Nachmittag fliegen können.

Heute ging es endlich richtig los. Die Advanced flog ihre Bekannte Pflicht. Wir drei Schweizer kamen zwar nicht sehr gut, aber immerhin anständig über die Runden. Keiner flog eine Null und die Wertungen liegen generell im Mittelfeld. Bei der Bekannten, die alle zur Genüge geübt haben, liegen die Punktzahlen der besseren Piloten immer sehr dicht beisammen. Besonders erfreulich: Christoph Meier, für den es der erste Flug an einer WM überhaupt war, liegt in der Wertung sogar noch vor dem Routinier Martin Götz, der heute kein glückliches Händchen hatte.

Im Kunstflug werden die Noten, welche die Punktrichter (hier sind es sieben) vergeben, mit einem aufwendigen statistischen Verfahren ausgewertet. Damit soll vermieden werden, dass sich persönliche Vorlieben oder Abneigungen der einzelnen Punktrichter auf das Endergebnis durchschlagen.

Vorher muss jeder Teilnehmer seine Original-Wertungsblätter ansehen und abzeichnen. Somit sind die Wertungen absolut transparent und jeder hat Gelegenheit, etwaige Unregelmässigkeiten aufzuzeigen und ggf. dagegen Einspruch zu erheben. Alle Ergebnisse gibt es auf dem Results-Server der FAI-CIVA „

Bericht: Manfred Echter

Segelkunstflug WM in Torun

Freitag, 25. Juli

Es ist wie verhext! Jetzt warten wir schon den dritten Tag auf fliegbares Wetter. Anfang der Woche sah es noch so aus, als könnten wir alle sechs Programme locker in der verfügbaren Zeit fliegen, aber diese feuchte Luft, die uns vom Schwarzen Meer hereinweht, macht alles zunichte. Am frühen Morgen sah es gut aus, aber bereits gegen acht Uhr, als wir zum Briefing fuhren, hat es schon zugezogen und seit etwa zehn Uhr folgt ein Schauer auf den anderen. Auch der Wind in der Höhe ist immer noch zu stark. Weil die Prognose für morgen auch nicht viel verspricht, haben unsere Gastgeber einen Bustrip nach Gdynia an der Ostsee organisiert, wo morgen ein Red-Bull-Race stattfindet.

Bericht: Manfred Echter

Viel Spass beim Red Bull Race – aber bitte nicht nachmachen. (lh)

WM Leszno 27.07. bis 09.08.2014

Samstag, 09.08.2014

Das war ein rabenschwarzer Tag gestern für uns. Gute Nachricht: Heute kann es nur noch aufwärts gehen. Nach zweieinhalbstündigem Warten auf dem Grid und zwei Taskänderungen sind die Flieger nun alle in der Luft. RD und RR sind kurz nach er Öffnung der Startlinie losgeflogen. Auf den Bericht von 69 warten wir noch. In der Zwischenzeit machen wir uns hier auf dem Boden schon mal daran, zu verräumen, was möglich ist und die Zelte abzubauen – allerdings erst nach dem obligaten Cappuccino. Dernier jour, dernière épreuve, après 2 heures d’attente sur le grid, nos pilotes sont enfin partis. Pour 250km pour les 18 mètres et 260 km pour les ouvertes, cap à l’Est. Au sol, 20 minutes après l’ouverture de la ligne de départ, on commence à s’activer pour le démontage du matériel de camping accumulé pendant ces 3 semaines….. encouragés à se dépécher par un fort vent et un ciel se couvrant assez rapidement….

18:30 Uhr. Für uns ist diese WM schon fast Vergangenheit. Alle drei sind vor einer Stunde gut gelandet. Heute Abend findet noch die Farewell-Party statt, draussen – ob das gut geht? Gerade haben sie eine Gewitterwarnung durchgegeben. So wie wir die Gewitter bis jetzt kennen gelernt haben in Polen, kann das recht heftig daherkommen und lange dauern. Wir werden sehen. Die Siegerehrung ist dann morgen in der Stadt, um 11:00 Uhr statt um 10:00 Uhr auf dem Flugplatz. Schon sehr viele haben bereits erklärt, dass sie unter diesen Umständen nicht beiwohnen, sondern sich auf den langen Heimweg machen werden. Das dürfte eine mickrige Sache werden. Da mein Flug eh erst am Nachmittag geht, werde ich die Schweiz so würdig als möglich vertreten. Dies war wohl mein letzter Bericht. Ich danke Mélanie für ihre Unterstützung im Berichten. Den Piloten und der Crew danke ich für die gute Zeit hier in Polen, wir hatten wirklich eine lockere, friedliche Stimmung. Und euch danke ich für eure Treue. Herzlich Hildi

Freitag, 08.08.2014

Heute müssen die Piloten erst um 12.00 bereit sein. Dichte Bewölkung und einige Regenschauer am Morgen haben dafür gesorgt, dass es heute nicht so schnell „auftat“. Die Tasks sind zwar verteilt, Racing Tasks über 350km bei den 18m und 399km bei den Offenen. Sie haben uns aber schon in Aussicht gestellt, dass es auf dem Grid neue Tasks geben könnte, falls sich das Wetter nicht so schnell entwickelt, wie gewünscht. So, wie es aber jetzt aussieht, glaube ich, dass sie um 12:15 Uhr schleppen können und dass die Task gilt. 13:50 Uhr. Es hat tatsächlich keine zweite Task mehr gegeben. Die Piloten sind in der Luft. RD ist gleich bei Startlinienöffnung losgeflogen. Von RR und 69 habe ich noch keine Informationen. 17:50 Uhr. Mittlerweile sind 69, RR und RD gelandet. Sie benötigten gerade etwa 4 Stunden für die gestellte Aufgabe. Mal sehen, was ihre Zeit im Vergleich zu den anderen Wert ist 🙂

Jeudi 07.08.2014

Bonjour tout le monde,

Aujourd’hui un peu de français pour nos amis romands!

C’est avec un beau ciel bleu, du soleil et déjà quelques cumulus que nous avon commencé cette huitième journée de concours. Epreuve du jour pour les 18 mètres: 324.6 km à l’est, avec 4 points de virages, pour les ouvertes: 329.4, presque même parcours. Premiers décolages 11:30, ouverture de la ligne 12:55. La météo s’annonce clémente pour un bel après-midi pour nos pilotes. Et pour nous, au sol, qui profitons d’un bel après-midi à l’ombre, avant d’aller prendre l’habituel café au restaurant de l’aérodrome… excellent café turque et cappuccino… ;-))

Wir sind zurück vom Cappuccino und die Piloten sind zurück von ihrem Flug. Wie bereits vor dem Flug von einigen zu hören war, gestaltete sich die Task wirklich als zu kurz. Mit Schnitten von fast 138km/h war das Hauptfeld bereits um 15:45 Uhr zurück. Dafür lassen sie sich Zeit mit dem Hochladen der Flüge. Unsere Piloten in der offenen Klasse sind im Moment auf dem 10. und 13. Rang. Wir hoffen natürlich, dass das so bleiben wird. Fredy kämpft weiterhin erfolglos gegen das Pech an, das ihn verfolgt. Heute müssen wir lange im Apéro ausharren, bis es Zeit fürs Abendessen ist.

Mittwoch, 06.08.2014

Endlich wieder einmal fliegen! Nachdem wir Daniels 1. Rang vom 03.08. am Briefing gewürdigt hatten, ging das grosse Task-Drama los. Den Piloten wurde eine Task mit vielen Fehlinformationen verteilt. Entsprechend ungehalten reagierten die Piloten am Briefing. Es wurde uns eine neue Task auf dem Grid versprochen. Die kam dann auch, aber mit einem Vermerk darauf, dass eine Stunde nach dem letzten Schlepp pro Klasse kein „abgesoffener“ Flieger mehr hochgeschleppt werden darf. Man wollte so verhindern, dass die Piloten zu lange warten, bis sie abfliegen. Dagegen wurde wehement Protest eingelegt. Also hat man auch diese Regel wieder aufgehoben. Das gab grossen Wirbel und Ärger unter den eh schon gestressten Teamcaptains. Mittlerweile sind aber alle in der Luft und unterwegs. Anfangs sah alles noch so aus, als könnten die 313km (18m) bzw. 334km (offene) mit rasch zurückgelegt werden. Im Osten von Leszno breitete sich allerdings ein Cirrenschirm aus, welchen sämtliche Klassen überwinden mussten. Das gestaltete sich als rechte Knacknuss. Etliche Aussenlandungen mussten verzeichnet werden. Unsere drei Piloten kamen allerdings alle mit erfüllter Aufgabe zurück, auch wenn der Schnitt nicht den Vorstellungen entspricht. In der Hotellobby ist eine Ausstellung sämtlicher Wettbewerbe von Leszno seit den Anfängen des Segelflugs. Unter anderem ist auch eine Fotografie dabei, die Andi Allenspach auf dem Siegertreppchen zeigt (siehe Bild weiter unten). Er gewann an den wgc von 2003 die Silbermedaille.

Dienstag, 05.08.2014

Den gestrigen Tag haben die meisten dazu benutzt, um mal etwas Anderes zu sehen, als nur den Flugplatz von Leszno: Die Stadt Leszno selber, die doch einige versteckte Juwelen zu bieten hat, das nicht allzu ferne Poznan oder das kleine, geschichtsträchtige Städtchen Wschowa. Seit bald einer Woche tagt ebenfalls die OSTIV in Leszno, wo wir immer als Gasthörer eingeladen sind. Gestern Abend referierte René Heise über ihr Projekt im Himalaya, das Ende Januar zu Ende ging. Der Vortrag war interessant, aber sehr anspruchsvoll, zumal er in Englisch gesprochen wurde und die Akustik alles Andere als ideal war. Heuete wurde schon vor 08:00 Uhr neutralisiert, keine Briefings, nichts. Es regnet auch immer noch. Die Wettervorhersage ist auf der Homepage der wgc zu lesen. Dann also bis morgen.

Montag, 04.08.2014

Riesige Freude herrscht in unserem Lager. Daniel hat gestern den Tagessieg mit 1000 Punkten geholt. Da es so viele Aussenlandungen wurde noch gestern Nacht ein Ruhetag für heute angesetzt. Wir werden ihn zu nutzen wissen. Wir armen Teamcaptains müssen natürlich trotzdem zum täglichen Briefing um 09:45 Uhr ansaugen. aber dann, …. Bis morgen also 🙂

Sonntag, 03.08.2014

Neuer Tag, neue Chance. Endlich mal eine Racing Task: 18m fliegt ein Dreieck über 332km, die offene Klasse eins über 367km . Die Stimmung ist gut, voller Tatendrang. Die ersten Cumuli zeigen sich, der Start ist auf 11:30 angesagt. Wir sind aber noch nicht sicher, ob das realistisch ist. Voraussichtlich wird er nochmals verschoben – Viertelstunde um Viertelstunde. Um 12:00 Uhr ist es losgegangen, um 13:36 ist die Startlinie geöffnet worden. Unsere Piloten sind unterwegs. Es sieht rundum gut aus. Wir rechnen mit hohen Schnitten.

17:30. Ein weiterer Krimi neigt sich dem Ende zu. Die Flieger waren gut unterwegs, als es um ca. 15.30 Uhr in grossräumigem Umkreis zu gewittern begann. Etliche Piloten drehten um und kamen noch rechtzeitig zurück, so auch RR. Er hat in der Nähe der ersten Wende den Motor geschmissen und ist auf den Platz geflogen. Andere mussten aussenlanden. 69 hat bis vor kurzem ausgehalten und ist jetzt ca. 80km (Luftlinie) entfernt gelandet. RD ist noch 40 km vom Platz entfernt, hat allerdings ebenfalls den Motor geschmissen.

Samstag, 02.08.2014

Gestern hatten wir einen gemütlichen Grillabend im Camping. Sogar ein selbst hergestelltes Feuerwerk durften wir geniessen.

Heute ging es recht turbulent zu und her. Die Tasks wurden erst um 11.30 Uhr gereicht, natürlich eine AAT. Dabei waren die Punkte so gesetzt, dass sich die Klassen gegenseitig in den Weg kamen und einander sogar entgegen fliegen müssen – und das auf sehr engem Raum. Man hat dann ein TCB auf 12.00 Uhr einberufen und neue Tasks versprochen. Die waren allerdings noch nicht bereit, so wurden sie auf dem Grid verteilt, 30 Minuten vor dem Start. Zum Glück wurde dann dieser noch um eine halbe Stunde verschoben. Wir konnten aber trotzdem kein internes Briefing mehr durchführen. Die Aufgaben dauern 1:30 und sind zwischen 173 – 266km (18m), bzw. 201 – 313km (offene) lang. Die Flieger sind nun zwar alle in der Luft, kreisen miteinander im gleichen Schlauch und kämpfen um jeden halben Meter Steigen. Es ist sehr schwierig heute und erst noch „grand bleu“. Das war wohl nicht wirklich ein Schweizer Tag heute. Am besten ist es RR gegangen, welche die Aufgabe in 2:13 mit einem Schnitt von 95km/h absolvieren konnten. 69 und RD haben mindestens einmal parkiert und viel Zeit verloren. RD ist erst vor kurzem gelandet mit einer Zeit von 2:55. Wer die Rangliste studiert sieht aber auf den ersten Blick, dass die Aufgabe in 1:30 nicht zu machen war. Naja, wir stürzen uns jetzt ins Getümmel. Die Polen laden zum polnischen Abend ein. Proost.


Seit letztem Dienstag ist unser Team in Leszno komplett. Maxime Petitpierre und Alexander Osen (RR) sind bereits seit letzter Woche hier und haben einige schöne Flüge machen können. Fredy Zulliger (69) ist am Sonntag angereist und war ebenfalls schon zweimal in der Luft. Daniel Rossier (RD) ist am Montag in der Nacht angekommen. Er ist gestern geflogen. Die technische Inspektion haben alle drei erfolgreich überstanden. Heute ist das Wetter ganz einfach zu beschreiben: Regen, Regen, Regen. Für morgen besteht eine geringe Hoffnung, dass es am Nachmittag einen kurzen Hüpfer geben könnte – mit viiieeel Glück.

Die Stimmung bei uns ist trotzdem gut.

Freitag, 25.07.2014

Wie gestern geahnt, liegt auch heute nichts drin mit Fliegen. Das Wetter präsentiert sich grau in grau mit vielen Regentgropfen. Am Nachmittag könnte es einige Aufhellungen geben, aber die Luft ist zu feucht, als dass etwas möglich wäre. Am Nachmittag findet das erste offizielle Teamcaptains Briefing statt, wie immer eine Marathonsitzung.

Die Piloten nützen die Zeit für letzte Vorbereitungen, Networking oder sie schlafen vor.

Samstag, 26.07.2014

Heute Abend um 18.00 Uhr findet die Eröffnungsfeier auf dem Marktplatz in Leszno statt. Für das Schweizer Team wird Maxime die Flagge tragen.

Darum wird auch nur eine kurze Aufgabe ausgeschrieben: Eine AAT von 2 Stunden. Die offene Klasse fliegt in dieser Zeit zwischen 257 km und 403 km weit, die 18m Klasse zwischen 200 km und 403 km. Mittlerweile haben wir 14.00 Uhr. Alle drei Piloten sind in der Luft. Daniel und Maxime/Alexander fliegen die Aufgabe ab. Fredy hat heute Vormittag noch seine Mückenputzer montiert und testet sie. Er wird die Aufgabe nicht fliegen. Das Wetter ist nach zwei Tagen Regen wieder richtig schön. Zwar haben die Meteorologen Stabilität vorausgesagt, aber es sieht alles andere als stabil aus. Naja, wir werden sehen, was die Piloten berichten. Daniel ist um ca. 14.45 Uhr gelandet. Er scheint zufrieden zu sein mit seinem Flug. Maxime/Alexander sind soeben gelandet, es ist 15.35 Uhr. So, nun sind alle drei auf dem Boden, und wir können uns getrost und in aller Ruhe auf den Eröffnungsabend vorbereiten.

Sonntag, 27.07.2014

So, nun gilt’s Ernst. RD und RR sind in diesem Moment über die Startlinie. Ihre Aufgabe: Eine AAT mit 5 Punkten zwischen 281 km und 368 km. Dazu haben sie 2:45 h Zeit. Wir erwarten sie also zwischen 16.15 und 16.30 Uhr zurück. 69 hat ebenfalls eine AAT zwischen 223 km und 401 km. Er hat dafür 2:30 h Zeit. Auf seinen Abflug warten wir noch. Mittlerweile ist auch 69 über die Startlinie und wird etwa zur selben Zeit zurück sein, wie unsere Offenen. Das Wetter war am Morgen blau mit einigen Zirren. Um ca. 11.45 Uhr begann es zu kumulieren, was die Wettbewerbsleitung dazu bewog, den Start auf 12.00 festzulegen. Das ganze Startprocedere dauerte eineinhalb Stunden. Da ist mit Sicherheit noch Verbesserungspotenzial vorhanden. Am Nachmittag gingen heftige lokale Schauer nieder, welche unsere Piloten aber nicht beeinträchtigt haben. Mittlerweile scheint die Sonne wieder über dem Platz. Unsere drei Piloten sind zurück, mit erfüllter Aufgabe und mehr oder weniger zufrieden. Wir können also getrost zum Bier ….

Montag, 28.07.2014

Zweiter Wettbewerbstag und wieder eine AAT. Die offene Klasse fliegt innert 3:15h zwischen 415 und 509km weit. 18m hat innert 3:00h zwischen 308 und 492km weit zu fliegen. Erster Schlepp ist für 11:45 Uhr vorgesehen. Erfahrungsgemäss wird diese Zeit aber noch nach hinten verschoben. Die Stimmung im Lager ist locker und erwartungsvoll. Das Wetter sollte laut Aussage der Meteorologen dem gestrigen ähneln. Nun wird es Zeit für mich, auf das Grid zu gehen. Jetzt, um 14.00 Uhr sind unsere drei bereits wieder auf Strecke. Wie erwartet wurde die Schleppzeit auf 12.15 Uhr verschoben. Es brauchte seine Zeit, bis sich die ersten Wölkchen zeigten, und jetzt hat es schon wieder zugeschoben. Es wundert mich nicht, wenn es über dem Platz wieder zu regnen beginnt.

17:30 Uhr: 69 ist gelandet, RR im Anflug. Wir warten nur noch auf RD, der aber sicher auch bald landen wird.

20:45 Uhr: So, und nun noch der Rest der Geschichte. Kaum war RR gelandet und hatte seinen Flieger verzurrt, begann es wolkenbruchartig zu regnen. Ein starkes Gewitter entlud sich über dem Platz. Daniel hatte nicht so eine gute Linie erwischt und war zu diesem Zeitpunkt noch 40 km entfernt, aber im Endanflug. Auf dem Platz landen war zu jener Zeit unmöglich. Mit viel Geschick konnte er den Zielkreis erreichen, der einen Radius von 3km hat. Anschliessend musster er lange Zeit um den Platz herumgondeln, bis der Regen soweit nachliess, dass eine sichere Landung möglich war. Kaum hatte er verzurrt, entlud sich das zweite Gewitter, das sich bis 19.30 nicht beruhigen wollte. Wir sind glücklich, dass alle ihre Aufgabe erfüllen konnten und sicher gelandet sind.

Dienstag, 29.07.2014

Die Gewitter gestern haben haben doch für eine Abkühlung gesorgt. Es ist noch nicht unerträglich heiss. Heute gibts, wen wundert’s, eine AAT. Die Zeit ist für beide Klassen 2:00h. Die 18m müssen zwischen 208 und 321km fliegen, die Offenen zwischen 202 und 370km. Der Schlepp beginnt um 12.00 Uhr. Erfahrungsgemäss dauert es ab dann ca. 2 Stunden, bis die Startlinie sich öffnet. Auf 16.00 Uhr sind wieder Regen und Gewitter angesagt. Es wird einmal mehr sehr eng werden. Unmittelbar nach der Startlinienöffnung abfliegen ist angesagt. Hoffen wir das Beste für heute!

16.30 Uhr. Unsere Piloten sind gelandet. Das Wetter hat sich heute nicht an die Vorhersage gehalten. Die Luftmassen sind trockener geworden. Im Moment sieht es sehr gut aus. Pech für alle die, welche sofort nach Öffnung der Startlinie abgeflogen sind, zu denen auch unsere Piloten gehören. Sie mussten sich anfänglich durch sehr schwache Schläuche oben halten, was viel Zeit gekostet hat und somit den Schnitt schrumpfen liess. Die Rangliste heute Abend wird es wohl an den Tag bringen.

Mittwoch, 30.07.2014

Neuer Tag, neue Chance – und schon wieder eine AAT! Heute werden sehr früh Gewitter erwartet, aus diesem Grund hat man den Finishring auf 10km erweitert. Man will damit erreichen, dass die Piloten trotz der Gewitter die Aufgabe beenden können und dann einen Weg auf den Platz finden können. Die Meinungen darüber, ob das sicherer sei, sind mehr als geteilt. Befürchtungen, dass die Piloten dann mehr auf ihre Instrumente fokussiert sind, statt nach draussen schauen, stehen im Raum. Die AAT ist auf 2 Stunden fixiert und ist zwischen 190 -337km (18m), bzw. 200 – 386km (offen) lang. Es ist nun 15.00 Uhr. In etwa 20 Minuten erwarten wir unsere Piloten zurück. Bis jetzt hat sich das Wetter gehalten. Wir hoffen sehr, dass alle Piloten noch landen können, bevor es zu Regnen beginnt. Juhui, alle sind zurück und haben die Aufgabe erfüllt. Wir haben heute damit gerechnet, dass es Aussenlandungen geben könnte. Die Aufgaben sind wirklich den Möglichkeiten entsprechend ausgeschrieben. Mit dem Aufräumen haben wir richtig Gas gegeben, weil es jederzeit Regen geben könnte. Wir sind gespannt auf die Resultate heute!

Maks, unsere polnische Unterstützung und Sylvain vertreiben sich die Zeit mit Zweikämpfen.

Donnerstag, 31.07.2014

So zeigt sich das Wetter heute. In diese Milchsuppe (siehe Bild) starteten die Piloten der offenen Klasse vor 10 Minuten. Die Startlinie ist noch nicht eröffnet. Für die 18m und 15m wurde der Tag neutralisiert. Zum ersten Mal gibt es heute eine Racing Task in den Westen über 242km. Soeben wurde der Start abgesagt. Das bedeutet, wir haben wunderbar Zeit, um für den internationalen Abend vorzubereiten. Wir bieten Käse (Gruyère) und Schoggi an. Jedes Land bietet Spezialitäten aus seinem Land an. Auf dem Latrinenweg habe ich erfahren, dass ziemlich viel Flüssiges vorhanden sein wird. Die Prognosen für morgen sind ähnlich wie das Wetter heute. Das wird wohl den einen oder anderen dazu veranlassen, etwas tiefer ins Glas zu schauen ….

Freitag, 01.08.2014

Um 8.00 Uhr wurde uns mitgeteilt, wie wir aufstellen sollten. Die Piloten bauten also zusammen, füllten Wasser, hängten ihre Flugzeuge an und begaben sich aufs Grid. Danach: Frühstück. Um 09.03 Uhr kam die zweite Message: Task and briefing cancelled. Das ganze Procedere also nochmals, einfach in umgekehrter Reihenfolge: Flieger vom Grid nehmen, entwässern, … Egal, nun haben wir genügend Zeit, um unsere 1.Augustfeier zu organisieren. 🙂 Der „International evening“ gestern war sehr stimmungsvoll und gemütlich. Neue Bekanntschaften wurden geschlossen, alte aufgefrischt, gegessen, getrunken – wirklich schön. Unser Käse und die Schokolade waren schon bald verzehrt und bekamen grösstes Lob. Wir mussten also unseren Stand nicht allzu lange hüten und konnten uns schon bald ins Getümmel begeben. Morgen ist der polnische Abend angesagt. Wir sind gespannt darauf. Aber zuerst wird geflogen. Laut Wettervorhersage sollte dies morgen möglich sein.

Samstag, 02.08. Es geht oben weiter.

Segelkunstflug WM Torun

Donnerstag, 24. Juli

Heute waren es nicht die Gewitter, sondern der viel zu starke Höhenwind, der uns am Fliegen hinderte. Maximale Windgeschwindigkeit für den Segelkunstflug sind 10 m/s. Bei mehr ist es unmöglich, das Programm in der vorgeschriebenen Box von 1 X 1 km zu fliegen.

Stattdessen erledigten wir die Auswahl der Figuren für die Unbekannten Programme. Jedes Team darf je eine Figur vorschlagen, bis die geforderte Anzahl von 28 Figuren erreicht ist. Aus dieser Figurenauswahl werden dann je sieben Figuren genommen, um eines der unbekannten Programme zusammen zu bauen.

Die Teams schlagen die Programme vor und die Jury entscheidet, welches geflogen wird. Das gewählte Programm wird den Piloten spätestens 12 Stunden vor Beginn des jeweiligen Durchgangs bekannt gegeben. Jeder sieht die Aufgabe zum ersten Mal und muss dann fliegen, ohne vorher geübt zu haben.

Bericht: Manfred Echter

Segelflug WM Torun

Mittwoch, 23. Juli

Heute, nach dem Eröffnungsbriefing sollte die Advanced als erste fliegen. Wir räumten aus und bauten den Start auf, während die Punktrichter unter der bewährten Leitung von Philippe „Pik“ Küchler ihre Positionen bezogen.

Als Erstes fiel uns der doch recht kräftige Wind auf, dann braute es sich im Nordosten bedrohlich zusammen. Noch bevor der erste Wettbewerber starten konnte, ging zuerst der Wind aus den Limits und dann war schon das erste Gewitter über uns. Als es durch war, hatte sich der Wind wieder beruhigt und unser Freund Jukka aus Finnland eröffnete den Reigen. Aber während er in der Luft war, begann es schon wieder zu tröpfeln. Das zweite Gewitter kam dann schon mit Hagel daher. Also wurde wieder eingeräumt und als nach der Mittagspause absehbar war, dass es den Nachmittag so weitergehen würde, wurde neutralisiert.

Um 1800 Uhr gingen wir zur Eröffnungsfeier, die im Artushof beim alten Rathaus, in der Nähe unserer Unterkunft, stattfand. Schauen wir mal, was morgen läuft…

Manfred Echter

Segelkunstflug WM in Torun, Polen

Dienstag, 22. Juli 2014

Nachdem wir am Samstag Nachmittag nach langer Fahrt am Flugplatz in Torun ankamen, montierten wir zuerst den Fox und verstauten ihn im Hangar.

Die polnische Organisation macht einen kompetenten Eindruck und das Procedere zur Registration und der Erwerb der Schlepptickets waren schnell erledigt. Fliegen lag aber nach den Strapazen der Reise nicht mehr drin. Unsere Unterkunft liegt mitten in der historischen Altstadt von Torun, etwa 20 Autominuten vom Flugplatz entfernt. Abends brauchen wir nur durch die Türe hinaus zu gehen und haben die Auswahl unter rund einem Dutzend guter Restaurants.

Am Sonntag, 20. Juli, war noch kein grosser Andrang und wir drei Schweizer Teilnehmer konnten je drei Übungsflüge absolvieren. Die Box liegt mitten über dem Flugplatz aber etwa 15 Grad versetzt zur Piste. Für erfahrene Piloten kein grosses Problem, aber wer sich nicht auskennt, ist etwas verwirrt.

Am Montags gab es erstmals ein Briefing vor Flugbetriebsbeginn, aber nur um die Startnummern zu verteilen. Geschleppt wird mit einer Etra 300, einer 235-PS-Morane und einer uralten Yak 12, die aber mit ihren gut 300 PS gar nicht schlecht steigt. Die Schleppseile sind für Westeuropäer mit rund 20 m ungewohnt kurz. Jeder Schlepp ist damit „enger Verbandsflug“. Wir machten jeder noch einen Flug und dann war unser Bedarf an „Familiarisation“ gedeckt.

Heute gönnten wir uns einen faulen Tag und fuhren erst zum Mittagessen an den Flugplatz. Manfred musste noch die polnischen Kameraden in den Gebrauch der Schweizer Linienrichter-Geräte einweisen, dann verzogen wir uns wieder in die Stadt.

Es gilt ernst!

Morgen, Mittwoch um acht Uhr ist das erste offizielle Briefing und dann wird auch festgelegt, welche Klasse zuerst fliegt, Advanced oder Unlimited. Auf dem Programm steht jedenfalls die „Bekannte Pflicht“, die jeder ausgiebig trainiert hat. Für uns in der Advanced keine schwierige Aufgabe, aber die Punktabstände werden dann auch ziemlich knapp sein und der geringste Fehler kann die gute Platzierung kosten.

Für Mittwochabend ist die Eröffnungsfeier angesagt, die auch in der Altstadt in einem sehr schönen historische Gebäude stattfinden soll.

Manfred Echter

Die Schweizer Teilnehmer: Manfred Echter, Martin Götz und Christoph Meier.
Alle drei Piloten starten in der Kat. Advanced.
Resultate und Teilnehmer siehe hier