Archiv des Autors: Fridolin Hauser

Der Kampf mit der WILAN hier in Vinon hält an, repektive ist wegen Aufgabe eins zu null für die schlechte Technik entschieden. Nichdestrotz schreibe ich diese Zeilen mal auf einem Texteditor und werde in den grauen Morgenstunden versuchen, den Bericht den unbelasteten Leitungen anzuvertrauen. Heute hatte ich auf 09:00 den Termin für die Fluzeugabnahme. Als typischer Schweizer (haha) montierte ich schon um 07:00 und packte die 220 Liter Wasser in die Flügel. Nun weiss ich, ich kann den Flieger jeden Tag füllen und muss nur in jedem Flügel 10 Liter ablassen um die 525kg Abfluggewicht nicht überschreiten. Am zweiten Trainingstag wurden für alle Klassen wieder AAT – Aufgaben ausgeschrieben. Auf den ersten Blick nur kurze Distanzen, so um die 250km im Mittel, aber schon kurz nach dem Schleppstart war zu erkennen, dass es wieder Gewitter zu umfliegen galt und eher zeitig abgeflogen werden muss. Da einzelne Täler durch starke Gewitter „leergesogen“ wurden, mussten einige lange Gleitstrecken geflogen werden wodurch sich eine allzu hochgesteckte Selektion von guten Aufwinden etwas einschränkte. Die Ranglisten sind scheinbar auf der HP der EM veröffentlicht, hier fehlt aus oben erwähntem Gund der Zugriff. Langsam sind alle Teinehmer hier eingetroffen und es gab viele herzliche Wiedersehen.Man könnte fast sagen es ist annalog bekannten Sportarten wie Tennis, F1, Fussball und so weiter: Es sind über viele Jahre immer wieder die gleichen Akteure am Start und die meisten pflegen untereinander ein gutes Verhätltniss. Auf diese Weise ist es möglich weltumspannende, bei diesem Wettbewerb Europa, Freunschaften zu pflegen, was ja auch ein wichtiges Element internationaler Begegnungen ist. Vinon 07.06.2013 04:13

Die Faszination grosser runder Zahlen!

Ein Tausend-Kilometer Umkehrflug, welcher ohne grosse Tiefs, oder besser gesag, tiefe Tiefs und hohe Hochs, zurück liegt, lässt eigentlich nur die runde Zahl dominierend als Erinnerung zurück.

Mein Flug war aber doch nicht ganz ohne tiefe Tiefs: Das Fahrwerk ausgefahren und das Wasser abgelassen meldete ich mich auf der Frequenz in St. Johann im Tyrol im Downwind. Anstelle einer Landeerlaubnis bekam ich am Funk von Reinhard Haggenmüller, welcher mich an meiner Stimme erkannte und mit einem MS in der Luft war, gleich den Tipp, wo’s aus dieser “tiefen Höhe” wieder rauf geht. “landen kannst dann immer noch”. Grund für die Tieffliegerei war der Tageszeitpunkt, die Thermik wirkte noch etwas verschlafen und kam erst später so richtig in Schwung. Der Tipp hat gewirkt, und es ging wieder aufwärts.

Zwei Informationen, welche die “Humansoftware” mental beruhigte und zugleich beschäftigte war an der Wende auf der Rax. Zum einen zeigte der Rechner: Distanz Schänis 520Km und die Uhr 13:30. Also auf der sichern Seite, wenn ich an die WM in St. Auban denke, bei welcher wir zu einem 500 Kilometerflug um 15:30 gestartet sind.

Was ist die Herausforderung, grossen Zahlen nachzujagen? Ich weiss es nicht. Ein Freund, der nepalesische Sirdar Santos, sagte mal, die meisten Fragen der “Westler” müsse er mit einer Zahl beantworten. Das stimmt. Dort sind es Achttausender, hier sind es Viertausender für die Bergsteiger oder grosse Zahlen auf dem Konto. Kann aber nicht ein erlebnisreicher Flug mit ganz kleinen Zahlen das Herz auch erfreuen? Für grosse Zahlen auf dem Segelflugrechner muss vieles aufeinander abgestimmt sein. Nur wenig können wir durch Wissen, Können und Voraussetzungen kompensieren. Wenn nur ein Faktor, das Wetter, nicht will, kann alles andere noch so gut sein, wir können nicht mal vom Boden abheben.

Darum ein Trost für alle welche am Tag X nicht starten: Er kommt wieder :-) .

Ein grosser Schreiber hat hier den Tag beschrieben: http://asw20b.blogspot.ch/

Fridolin