Monatsarchive: März 2018

Verbands Generalversammlung und Präsidentenhearing in Olten

Vorstand und Delegierte des Segelflugverbandes trafen sich am 10.3.2018 zur jährlichen Generalversammlung in Olten. Von den 400 Sollstimmen repräsentierten die Anwesenden deren 254.

Der Jahresbericht, der einstimmig genehmigt wurde, kann auf der Webseite des SFVS abgerufen werden. Wahlen standen dieses Jahr keine an.

Marc Inäbnit führte zügig durch die Traktanden. Hervorzuheben ist die Verschiebung der Einführung des RTF-Ausweises, was sicher auch dem grossen Einsatz sowohl des Vorstandes als auch des Zentralpräsidenten zu verdanken ist. Zur Zeit gibt es in der Schweiz noch 256 Segelflugpiloten ohne RTF-Ausweis.

Fluglehrerausbildung und Nachwuchsförderung, zwei wichtige Pfeiler zum Fortbestand unseres Sportes, machen nun einen erheblichen Teil des Budgets aus. Im vergangenen Jahr konnten 13 Fluglehrer brevetiert werden, 17 weitere befanden sich in der Ausbildung.

Die Umlagerung der Ausbildungskosten vom BAZL zum Verband bedingt eine Erhöhung des Jahresbeitrages. Nach ausführlicher Begründung stimmten die Delegierten einer Anhebung der Mitgliederbeiträge des SFVS um 10 auf 90 Franken zu.

Dem Antrag des AeCS, die Beiträge für über 18-jährige ebenfalls um 10 Franken auf neu 74 Franken zu erhöhen, wurde nach längeren Diskussionen ebenfalls entsprochen.

Im anschliessenden Präsidenten-Hearing wurde der Frage aus den Vereinen nachgegangen, wie die Haftung bei Passagierflügen bzw. bei Doppelsitzerflügen nach EASA genau geregelt ist. Patrick Hofer gab im Namen des BAZL unter Absprache mit dem internen Juristen Auskunft über die aktuelle Interpretation der Regel. Da diese aber weder mit dem Segelflugverband noch mit dem AeroClub abgesprochen ist, wird die Regelung noch einmal gemeinsam diskutiert. Sobald die Regelung abgesichert und ein Einführungsdatum festgelegt ist, werden die entsprechenden Folien publiziert.

Hier noch die GV-Präsentation.

Parachuting activity AVOID HOTSPOTS

Die herrlichen Landschaften unseres Landes ziehen eine grosse Vielfalt an Luftraumbenutzern an. Nebst allen möglichen Flugzeugen oder Helikoptern nutzen auch die Fallschirmspringer und die Hängegleiterpiloten den Luftraum.

Damit man sich nicht gegenseitig in die Quere kommt, gilt es einige Regeln zu beachten. Zu Beginn der neuen Flugsaison rufen das BAZL und die Militärluftfahrtbehörde MAA mit einem Plakat die Hotspots des Fallschirmsprungs in Erinnerung. Worauf achtet ihr, wenn ihr in der Nähe solcher Hotspots unterwegs seid? Wie verhaltet ihr euch?

Sensibilisierungskampagne Fallschirmspringer

Und hier in italienisch:
Campagna di sensibilizzazione paracadutisti

Wichtige Information zur Optout Frist vom Part FCL vom kommenden April

Liebe Segelfliegerinnen, liebe Segelflieger

Der Segelflugverband hatte in den vergangenen Wochen und Monaten intensiven Kontakt mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt im Zusammenhang mit der von der EASA angekündigten Optout Frist für den Part FCL. Wie wahrscheinlich bekannt, hat die EASA entschieden, dass diese vom 8. April 2018 auf den 1. September 2020 verschoben wird. Leider hat die zuständige EU Kommission dies bis anhin noch nicht abgesegnet respektive das Geschäft war dem Vernehmen nach falsch oder zu spät in die Kommission gekommen. Wie dem auch sei, die Herausforderung liegt bei all denjenigen, welche noch über eine ICAO oder EASA Lizenz verfügen, welche lediglich bis zum 8. April 2018 gültig ist.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat mich vergangene Woche darüber informiert, dass eine Ausnahmeerklärung an die EASA gestellt wurde, damit die betroffenen Lizenzen mit einer auf den 8. April 2018 begrenzten Gültigkeit verlängert werden können. Entsprechend wird das BAZL allen Betroffenen in den kommenden Tagen eine neue Lizenz mit einer angepassten Gültigkeit inklusive einem Schreiben zum weiteren Vorgehen zustellen. Damit ist sichergestellt, dass eine durchgehende Gültigkeit vorhanden ist und alle Verbandsmitglieder ohne Komplikationen in die neue Flugsaison starten können!

Ich wünsche uns allen bereits heute einen guten Saisonstart und eine erfolgreiche und unfallfreie Flugsaison und verbleibe mit herzlichen Grüssen.

Marc Inäbnit

Präsident Segelflugverband der Schweiz

Sensibilisierungskampagne Luftraum der Klasse E im Raum Martigny

Das BAZL Safety and Risk Management zusammen mit skyguide haben den Luftraum der Klasse E im Raum Martigny als möglichen Konfliktraum zwischen IFR- und VFR identifiziert. Danach findet Ihr eine Präsentation, damit Ihr sich mit der Problematik in der Region Martigny befassen könnt.

Sensibilisierungskampagne Martigny“
Präsentatition „Sensibilisierungskampagne Martigny“

Und hier in italienisch:
Campagna di sensibilizzazione Martigny
Presentatione „Campagna di sensibilizzazione Martigny“

Information zum Luftraum südlich Genf

Der französische Segelflugverband FFVV hat zu den im 2017 neu publizierten Lufträumen im Raum Chambéry folgende Präzisierungen veröffentlicht:

Des précisions sur les espaces de Chambéry


Hier die zwei wichtigsten Regelungen:

Du 8 avril au 14 décembre les TMA sont déclassées en E en permanence

vom 8. April – 14. Dezember 2018 sind die TMA’s permanent in Lufträume der Klasse E deklassiert.

Du 15 décembre au 7 avril les TMA sont déclassées en E du Lundi 11h UTC au Jeudi 23h59 UTC

vom 15. Dezember – 7. April von Montag 1100 UTC bis Donnerstag 2359 UTC sind die TMA’s in Lufträume der Klasse E deklassiert.

Hinweis:

Für Flüge im Ausland gelten immer die von der nationalen Behörde publizierten Regeln und Darstellungen auf den offiziellen ICAO Karten. Für Frankreich ist dies also die französische ICAO Karte und nicht die Aufdrucke auf der schweizerischen ICAO Karte oder der Segelflugkarte.

Präsidentenwechsel bei der SAGA

Markus Annaheim ist neuer Präsident der SAGA


Am 9. März fand auf dem Flugplatz Birrfeld die Generalversammlung der SAGA (Swiss Aerobatic Gliding Association) statt. Markus Annaheim wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst Béatrice Echter ab, welche dieses Amt seit sieben Jahre inne hatte. Beatrice trat 1994 in den Vorstand der SAGA ein, war bei der Neustrukturierung des Vereins dabei und in verschiedenen Funktionen tätig.
Béatrice wird auch weiterhin als Vize-Präsidentin der SAGA treu bleiben.

Manfred Echter stellte das im Januar in Schänis eingetroffene neue Segelkunstflugzeug, SZD-59-1 Acro (HB-3559) vor. Er erläuterte die wichtigsten Punkte zum Flugverhalten und zu den Umschulungsbedingungen.
Im weiteren wurden die Tarifordnung und das Kurswesen thematisiert. Raphael Klauser aus der SG Thun machte Werbung für die Segelkunstflug Schweizermeisterschaft, welche im 2019 in Thun durchgeführt wird. In diesem Jahr findet keine Segelkunstflug SM statt.

Besonders erfreut zeigte sich die Präsidentin in ihren Abschiedsworten über die 17 Neumitglieder, welche im 2017 der SAGA beigetreten sind. Diese Tatsache lässt doch hoffen, dass in Zukunft wieder mehr Teilnehmer an nationalen und internationalen Wettbewerben starten werden.
Weiter Infos zur SAGA unter: www.sagach.ch

Der Bericht über die GV der SAGA erscheint in der Aprilausgabe des SF-Bulletins in der AeroRevue.

Lucretia Hitz