Monatsarchive: September 2012

Herbst­aus­flug der Se­gel­flug-Ve­te­ra­nen

Mittwoch, 19. September 2012. Am Morgen findet zu Hause die berechtigte Diskussion „Regenschutz ja oder nein?“ statt. Meine Frau entscheidet sich für „ja“, ich für „nein“. Wer recht hat? Wir werden sehen. Am Bahnhof Basel SBB treffen wir einige regelmässige Teilnehmer aus der Region. Die Zeit für die Fahrt durch den Jura nach Biel vergeht im Flug.

An der Schiffländte erwartetet uns die MS Rousseau, ein Motorschiff, das in Linz und Innsbruck erbaut wurde und erst seit 3. April 2012 in Betrieb steht. Mit einer Länge von 48 m und einem Fassungsvermögen von 148 gedeckten Plätzen entspricht es gut unseren Bedürfnissen. Nach dem Ablegen geniessen wir eine kleine Rundfahrt im Bieler Seebecken, bevor es Richtung Aare geht. Das Regulierwehr, zugleich Schleuse am Ausfluss des Bielersees bei Port macht uns bewusst, welche grosse Veränderungen im Wasserhaushalt dieser Region im Rahmen der verschiedenen Juragewässerkorrekturen erfolgten.

Manfred Küng, Präsident der Vereinigung der Segelflug-Veteranen (VSV), kann insgesamt 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen, unter ihnen vor allem Karin und Hans Werner Grosse aus Hamburg, seit mehr als 30 Jahren Mitglieder unserer Vereinigung.

Die einzigartige Aarefahrt ab Biel nach Solothurn entpuppt sich als besonderes Erlebnis. In gemächlicher Fahrt geht es den naturnahen Ufern entlang am historischen Städtchen Büren an der Aare vorbei. Irgendwann ahnt man den Flugplatz Grenchen auf der linken Seite, ebenso die Storchensiedlung Altreu.

Hans Werner Grosse, der am 29. November seinen 90. Geburtstag feiern kann, benützt die Gelegenheit, in seiner unnachahmlich frischen Art aus seinem langen Fliegerleben zu berichten. Eindrücklich vor allem die Schilderung seines denkwürdigen Fluges vom 25. April 1972 von Lübeck nach Biarritz auf ASW 12. Eine ausgeprägte Bisenlage erlaubte es ihm, in elfeinhalb Flugstunden eine Strecke von 1460.8 km zurückzulegen. Bis heute wurde diese Leistung in Europa noch nicht übertroffen. Daneben hat er 50 Weltrekorde und einen Vize-Weltmeistertitel (1970) erflogen. Als immer noch aktiver Segelflieger benützt er heute seine ETA (30.9 m Spannweite), um mit seiner Frau zusammen noch immer weite Überlandflüge zu machen.

Bei herrlichstem Sonnenschein nähern wir uns so Solothurn, der „schönsten Barockstadt der Schweiz“. Allzu schnell hiess es, Abschied zu nehmen. Den Organisatoren der VSV gilt es, den besten Dank für den erlebnisreichen Tag auszusprechen. A propos Regenschutz: Die Optimisten bekamen recht.

Josef Allenspach

Ein­füh­rung EA­SA-Se­gel­flug­li­zen­zen

Mit dem Bei­tritt der Schweiz zur Eu­ro­pean Avia­ti­on Safe­ty Agen­cy (EASA) müs­sen bis April 2015 die na­tio­na­len Se­gel­flug-Li­zen­zen in EASA Part FCL Li­zen­zen über­führt wer­den. Damit diese Um­wand­lung rei­bungs­los ver­läuft müs­sen alle Pi­lo­ten über den Wech­sel zur EASA Li­zenz in­for­miert und aus­ge­bil­det wer­den.

Diese Aus­bil­dung kann in den Flug­schu­len durch einen Flug­leh­rer nach ent­spre­chen­der Vor­be­rei­tung durch­ge­führt wer­den. Die Aus­bil­dung ist den Teil­neh­mern durch den Flug­leh­rer auf dem BAZL-For­mu­lar 62.070 zu be­stä­ti­gen. Als Grund­la­ge für diese Aus­bil­dung hat das BAZL in Zu­sam­men­ar­beit mit dem SFVS eine Prä­sen­ta­ti­on  unter dem Titel „Re­le­vant parts of EASA FCL_­Sail­pla­ne „ er­stellt. 

Diese Prä­sen­ta­tio­nen sind in allen drei Sprach­ver­sio­nen auf der Web­site des BAZL www.​bazl.​admin.​ch und des SFVS www.​segelflug.​ch unter „Eu­ro­päi­sche Re­gle­men­te“ vor­han­den.

Herbstausflug der Segelflugveteranen

Am Morgen findet zu Hause die berechtigte Diskussion „Regenschutz ja oder nein?“ statt. Meine Frau entscheidet sich für „ja“, ich für „nein“. Wer recht hat? Wir werden sehen. Am Bahnhof Basel SBB treffen wir einige regelmässige Teilnehmer aus der Region. Die Zeit für die Fahrt durch den Jura nach Biel vergeht im Flug.

An der Schiffländte erwartetet uns die MS Rousseau, ein Motorschiff, das in Linz und Innsbruck erbaut wurde und erst seit 3. April 2012 in Betrieb steht. Mit einer Länge von 48 m und einem Fassungsvermögen von 148 gedeckten Plätzen entspricht es gut unseren Bedürfnissen. Nach dem Ablegen geniessen wir eine kleine Rundfahrt im Bieler Seebecken, bevor es Richtung Aare geht. Das Regulierwehr, zugleich Schleuse am Ausfluss des Bielersees bei Port macht uns bewusst, welche grosse Veränderungen im Wasserhaushalt dieser Region im Rahmen der verschiedenen Juragewässerkorrekturen erfolgten.

Manfred Küng, Präsident der Vereinigung der Segelflug-Veteranen (VSV), kann insgesamt 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen, unter ihnen vor allem Karin und Hans Werner Grosse aus Hamburg, seit mehr als 30 Jahren Mitglieder unserer Vereinigung.

Die einzigartige Aarefahrt ab Biel nach Solothurn entpuppt sich als besonderes Erlebnis. In gemächlicher Fahrt geht es den naturnahen Ufern entlang am historischen Städtchen Büren an der Aare vorbei. Irgendwann ahnt man den Flugplatz Grenchen auf der linken Seite, ebenso die Storchensiedlung Altreu.

Hans Werner Grosse, der am 29. November seinen 90. Geburtstag feiern kann, benützt die Gelegenheit, in seiner unnachahmlich frischen Art aus seinem langen Fliegerleben zu berichten. Eindrücklich vor allem die Schilderung seines denkwürdigen Fluges vom 25. April 1972 von Lübeck nach Biarritz auf ASW 12. Eine ausgeprägte Bisenlage erlaubte es ihm, in elfeinhalb Flugstunden eine Strecke von 1460.8 km zurückzulegen. Bis heute wurde diese Leistung in Europa noch nicht übertroffen. Daneben hat er 50 Weltrekorde und einen Vize-Weltmeistertitel (1970) erflogen. Als immer noch aktiver Segelflieger benützt er heute seine ETA (30.9 m Spannweite), um mit seiner Frau zusammen noch immer weite Überlandflüge zu machen.

Bei herrlichstem Sonnenschein nähern wir uns so Solothurn, der „schönsten Barockstadt der Schweiz“. Allzu schnell hiess es, Abschied zu nehmen. Den Organisatoren der VSV gilt es, den besten Dank für den erlebnisreichen Tag auszusprechen. A propos Regenschutz: Die Optimisten bekamen recht.

Josef Allenspach

Aus­sen­lan­de­trai­ning Se­gel­flug­grup­pe Win­ter­thur

Die Se­gel­flug­grup­pe Win­ter­thur führ­te am Sonn­tag, 2. Sep­tem­ber 2012 er­folg­reich ein Aus­sen­lan­de­trai­ning ab dem Flug­platz Heg­mat­ten in Win­ter­thur durch. Spe­zi­ell an die­sem Trai­ning war, dass nach Aus­sen­lan­dun­gen  Rück­schlepps auf der All­mend in Frau­en­feld durch­ge­führt wer­den konn­ten. Siehe bei­lie­gen­den Be­richt

Bron­ze­me­dail­le an der Ad­van­ced Se­gel­kunst­flug-WM für Mar­tin Goetz

Mit einer her­vor­ra­gen­den Leis­tung holte sich Mar­tin Goetz an der 3. Ad­van­ced Se­gel­kunst­flug-Welt­meis­ter­schaft in Dub­nica, Slo­wa­ki­sche Re­pu­blik den 3. Rang in der Kür­wer­tung. Am Start waren ins­ge­samt 38 Pi­lo­ten aus 12 Na­tio­nen.

Mar­tin wir gra­tu­lie­ren dir ganz herz­lich zu die­ser gross­ar­ti­gen Leis­tung!

Rechts im Bild Mar­tin Goetz

SE­GEL­FLUG-CHRO­NIK – Die Ge­schich­te des Schwei­zer Se­gel­flugs

Das rund 300 Sei­ten und über 280 Ab­bil­dun­gen um­fas­sen­de Buch soll noch die­ses Jahr her­aus­kom­men, so­bald die Fi­nan­zie­rung si­cher­ge­stellt ist. Die Ge­schich­te der Ent­wick­lung des Se­gel­flugs darf nicht ver­ges­sen gehen. Es ist die span­nen­de Ge­schich­te von den Se­kun­den­hüp­fern der An­fän­ge bis zu den heu­ti­gen Leis­tun­gen, wo Flüge über meh­re­re Stun­den zum Nor­mal­fall ge­hö­ren und Stre­cken ohne Motor über 1000 km und mehr keine Sel­ten­heit mehr sind. Im Hin­blick auf die Ge­samt­kos­ten von über 60’000 Fran­ken sind bis jetzt Spon­sor­ships von ins­ge­samt über 13000 Fran­ken von sei­ten der Ve­te­ra­nen zu­ge­sagt. Wir dan­ken allen, die spon­tan zu die­sem er­freu­li­chen Zwi­schen­re­sul­tat bei­ge­tra­gen haben. Aber nicht nur die Ve­te­ra­nen, son­dern alle Se­gel­flie­ger sind durch diese Chro­nik an­ge­spro­chen. Es würde uns des­halb freu­en, wenn sich mög­lichst viele Se­gel­flie­ger mit einem frei­wil­li­gen Bei­trag be­tei­li­gen wür­den. Wer noch auf der Spon­so­ren­lis­te im Buch er­schei­nen möch­te, kann sich noch mel­den (ku­eng­m­r@​web.​de oder Tel 022 792 4268). Der Mel­de­ter­min wird bis zum 31. Ok­to­ber 2012 ver­län­gert. Link zu mehr In­for­ma­tio­nen und Aus­zü­gen.